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Mittwoch, 21. Juni 2017

Sonnengesang des Heiligen Franziskus von Assisi




Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich möchte Dir eines der schönsten Gebete der Christenheit vorstellen:

"Der Sonnengesang" des Heiligen Franziskus von Assisi.

Dieses Gebet verfasste der Heilige Franziskus an seinem Lebensende, vermutlich Ende 1224 oder Anfang 1225. Der Hymnus gilt als das älteste Zeugnis italienischer Literatur. Mit seinem Gesang der Geschöpfe (Cantico delle Creature) bzw. seinem Gesang von Bruder Sonne (Cantico di Frate Sole) wollte der Heilige Franziskus die Menschen zum Lobpreis Gottes in all seinen Geschöpfen aufrufen, aber sie auch zur Annahme von Krankheit und Tod anregen.

Die Musik ist von Angelo Branduardi: "Il Cantico delle Creature".
Gesungen in deutscher Sprache: "Der Sonnengesang". 
Erschienen auf der CD "L'infinitamente piccolo" aus dem Jahr 2000.

Das faszinierende Video zeigt in wunderschönen Bildern den Franziskusweg von Florenz nach Assisi in Italien.

 
Höchster, allmächtiger, guter Herr,
Dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre
und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, Dich zu nennen.

Gelobt seist Du, mein Herr,
mit allen Deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne;
er ist der Tag, und Du spendest uns das Licht durch ihn.
Und schön ist er und strahlend in großem Glanz,
Dein Sinnbild, o Höchster.

Gelobt seist Du, mein Herr,
durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast Du sie gebildet,
hell leuchtend und kostbar und schön.

Gelobt seist Du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
und heiteren Himmel und jegliches Wetter,
durch das Du Deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.

Gelobt seist Du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es
und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist Du, mein Herr,
durch Bruder Feuer,
durch das Du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und liebenswürdig und kraftvoll und stark.

Gelobt seist Du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns ernährt und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.

Gelobt seist Du, mein Herr,
durch jene, die verzeihen um Deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
denn von Dir, Höchster, werden sie gekrönt werden.

Gelobt seist Du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben.
Selig jene, die sich in Deinem Heiligsten Willen finden,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn
und sagt Ihm Dank und dient Ihm mit großer Demut.


Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich schließe mit dem Segen, den der Heilige Franziskus an Bruder Leo schrieb und den ich Dir von Herzen wünsche:


Der Herr segne und behüte Dich.
Er zeige Dir Sein Angesicht und erbarme Sich Deiner.
Er wende Dir Sein Antlitz zu
und schenke Dir den Frieden.
Der Herr segne Dich.
Der Herr gebe Dir den Frieden!


Dienstag, 20. Juni 2017

Europa hat Christus verlassen, und daher stirbt Europa

Unser Heiland Jesus Christus am Kreuz (Dom zu Essen)

Das christliche Europa stirbt. 

Dieser Prozess, der schon vor cirka 300 Jahren einsetzte, entfaltet gerade in unserer Zeit seine tödlichsten Auswirkungen und wird Europa völlig verändern. Wird der Tod des einstmals christlichen Europas noch in unseren Tagen seine Vollendung finden?

Fjodor Michailowitsch Dostojewski war einer der bedeutendsten Schriftsteller Russlands. Weltberühmt sind seine Werke "Schuld und Sühne, "Die Dämonen" und "Die Brüder Karamasow". Dostojewski lebte im Russischen Kaiserreich in der Zeit von 1821 bis 1881. Der bedeutende Schriftsteller beschrieb in seinen Werken die sozialen und politischen Verhältnisse, aber auch die spirituellen Verhältnisse seiner Zeit. Dostojewski war aber nicht nur ein Schriftsteller, sondern auch ein visionärer Gottessucher.

So schrieb Dostojewski schon vor über 150 Jahren folgende visionäre Schau in sein Tagebuch, die auf erschreckende Weise gerade für unsere Zeit geschrieben worden zu sein scheint:

"Europa hat Christus verlassen, und daher stirbt Europa, ganz allein deshalb."

Schon zu Lebzeiten Dostojewskis war erkennbar, dass sich die Völker Europas immer mehr vom Christentum und somit von unserem Heiland Jesus Christus abwendeten.

Das Aufkommen der Freimaurerei, die blutigen Exzesse der französischen Revolution und die kommunistischen Ideen von Karl Marx und Friedrich Engels zeigten deutlich auf, worauf Europa zusteuerte. In unserer Zeit vollendet sich nun das lange Sterben des einstmals christlichen Europas. Weite Teile Europas sind mittlerweile völlig entchristlicht, die Gottesdienste sind fast leer, und viele Kirchen müssen geschlossen werden. Der christliche Glaube in Europa ist verdampft. Hedonismus und Konsum sind nun die neuen Götter des europäischen Menschen. Man fragt sich unwillkürlich, ob wir die letzte Generation sind, die noch christlich beziehungswiese katholisch sozialisiert wurde.

Nicht nur Fjodor Michailowitsch Dostojewski hatte im 19. Jahrhundert die endzeitliche Lage Europas erkannt, sondern auch Leo XIII., der von 1878 bis 1903 Papst der Heiligen Katholischen Kirche war.
Leo XIII.

Leo XIII. hatte beispielsweise die  Freimaurerei als etwas völlig Dämonisches erkannt. 1884 schieb Leo XIII. in seiner Enzyklika "Humanum genus", dass die Menschheit folgerichtig aus zwei gegnerischen Teilen bestehe:

Der eine Teil der Menschheit gehöre zur Kirche Jesu Christi und kämpfe für Wahrheit und Tugend und somit für das Reich Gottes auf Erden. Der andere Teil der Menschheit aber gehöre zum Reich Satans und kämpfe für Lüge und Laster. Und das Reich Satans werde durch die Freimaurerei gefördert und geleitet.

Leo XIII. war ein großer Verehrer des Heiligsten Herzens Jesu. So weihte er am 11. Juni 1899 die gesamte Menschheit diesem Heiligsten Herzen unseres über alles geliebten Heilandes Jesus Christus.

Leo XIII. war auch ein großer Verehrer der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria. So verwies er auf die Mittlerfunktion Mariens und zeigte auf, dass "Gnade und Wahrheit durch Jesus Christus“ kamen und fügte hinzu, dass "die Gnaden aus diesem Schatz uns nur durch Maria verliehen werden; wie deshalb niemand zum Vater im Himmel kommen kann als durch den Sohn, so ähnlich kann niemand zu Christus kommen als durch seine Mutter." Deshalb förderte Leo XIII. auch die Marienfrömmigkeit und widmete insbesondere dem Rosenranzgebet allein sieben Enzyklien.

Aber gerade Leo XIII. hat die apokalyptische Situation Europas auch in einer Vision geschaut, die ihm am 13. Oktober 1884 vom Herrn geschenkt wurde. Es war ausgerechnet an einem 13. Oktober, denn genau 33 Jahre später - am 13. Oktober 1917 - fand an diesem Tag die letzte Erscheinung der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria in Fátima (Portugal) statt. Das war der Tag des spektakulären, weltberühmt gewordenen Sonnenwunders. Maria hatte ja in ihren Erscheinungen in Fátima die Menschheit ausdrücklich davor gewarnt, dass viele, geradezu apokalyptische Ereignisse besonders auch in Europa stattfinden werden, wenn die Menschen nicht zu Gott umkehren. Und eine Umkehr zu Gott hat bis zum heutigen Tage gerade nicht stattgefunden, sondern Europa ist ja mittlerweile sogar zum größten Teil vom christlichen Glauben abgefallen.

An jenem 13. Oktober 1884 also - hatte Leo XIII. die Zelebration der Heiligen Messe gerade beendet, als er plötzlich und völlig unerwartet für circa 10 Minuten regungslos vor dem Tabernakel stehenblieb. Da wurde ihm eine außerordentliche Vision geschenkt, während dessen sein Gesicht völlig fahl und grau wurde. Nach dieser Vision eilte Leo XIII. bestürzt und ohne Erklärungen in sein Arbeitszimmer und verfasste das folgende weltberühmte Gebet zum Heiligen Erzengel Michael:


Heiliger Erzengel Michael,
verteidige uns im Kampf,
gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels
sei du unser Schutz.
Gott gebiete ihm,
so bitten wir flehentlich:
Du aber Fürst der Himmlischen Heerscharen,
stürze den Satan und alle anderen bösen Geister,
die zum Verderben der Seelen in der Welt umherschleichen,
in der Kraft Gottes hinab in die Hölle.
Amen. 
 

Bildnis des Heiligen Erzengel Michael in der Kapelle zu Schloss Burg in Solingen

Erst später gab dann Leo XIII. Zeugnis von seiner Vision. Er erklärte, dass er zwei Stimmen gehört habe, die aus der Richtung des Tabernakels gekommen seien. Die eine Stimme sei sanft und die andere Stimme sei rau und hart gewesen. Leo XIII. hörte folgendes Gespräch:

Die Stimme Satans prahlte mit seinem ganzen teuflischen Stolz gegenüber unserem Herrn Jesus Christus:  

"Ich kann Deine Kirche zerstören."


Die sanfte Antwort des Herrn Jesus Christus war:
 
"Du kannst? Dann gehe und tue es."

Satan erwiderte:
 
"Um das zu tun, brauche ich mehr Zeit und Macht."

Der Herr Jesus Christus fragte:
 
"Wie viel Zeit? Wie viel Macht?"

Satan bat:
 
"75 bis 100 Jahre und mehr Macht über diejenigen, die sich meinem Dienst unterwerfen." 

Unser Herr Jesus Christus sprach:
 
"Du bekommst diese Zeit und diese Macht."

Leo XIII. erlebte auch eine erschütternde Schau der Hölle, bei der die Dämonen die Welt beherrschten und die Kirche Jesu Christi in ärgste Bedrängnis brachten. So berichtete Leo XIII.:

"Ich habe die Erde gesehen, eingehüllt in Finsternis und umgeben von einem Abgrund. Ich habe Legionen von Dämonen daraus hervorkommen sehen, die sich über die ganze Erde verteilten, um die Werke der Kirche zu zerstören und die Kirche selbst anzugreifen, die ich dem Ende nahe sah. Da erschien der Heilige Michael und stürzte die bösen Geister in den Abgrund zurück. Ich sah den Heiligen Erzengel Michael eingreifen, nicht in jenem Augenblick, sondern viel später, sobald die Menschen ihre eifrigen Gebete zum Erzengel verstärkten."

Aufgrund dieser Vision verfasste Leo XIII. das Gebet zum Heiligen Erzengel Michael, welches zu einem bewährten Gebet mit außerordentlicher Kraft zum Exorzismus gegen Satan und allen abtrünnigen Engeln wurde. 1886 wurde dieses Gebet auf Anweisung des Papstes am Ende aller Heiligen Messen als "Gebet in besonderen Anliegen" in der Landessprache angefügt. Doch gerade als eine der ersten Änderungen im Verlauf der Liturgiereform beim II. Vatikanischen Konzil wurde dieses Gebet 1964 ersatzlos gestrichen. Es war genau im achtzigsten Jahr der Zeit gewesen, um die Satan in der oben aufgeführten Vision gebeten hatte.

Heute erleben wir nun als Zeitzeugen, wie Europa vom Glauben an unserem Herrn Jesus Christus abfällt. Kann es sein, dass dies genau die Zeit jener Bedrängnis ist, von der der Prophet Daniel in seinen endzeitlichen Visionen gesprochen hat? Wir müssen jedoch nicht verzagen, denn unser geliebter Herr Jesus Christus hat uns in Seinem Wort versichert, dass Satan und seine Dämonen Seine Heilige Katholische Kirche niemals werden vernichten können:

Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern Mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde Ich Meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
(Matthäus 16,17 -18)

So dürfen wir auch heute der Anweisung von Leo XIII. folgen und den Heiligen Erzengel Michael im Gebet um seinen mächtigen Beistand und seine Hilfe zu bitten. So dürfen wir voller Vertrauen auf unseren Herrn Jesus Christus beten:


O glorreichster Fürst der Himmlischen Heerscharen, Heiliger Erzengel Michael, beschütze uns in dem Kampfe und furchtbaren Streite, welchen wir gegen die Oberherrschaften und Mächte, wider die Beherrscher der Welt in dieser Finsternis, gegen die bösen Geister zu bestehen haben. Komme zu Hilfe den Menschen, welche Gott unsterblich erschuf, nach seinem Bilde und Gleichnis gestaltete und um teuren Preis aus der Tyrannei des Teufels erlöset hat. Schlage heute mit dem Heere der Heiligen Engel die Schlachten des Herrn, wie du ehedem gegen Luzifer, das Haupt der Stolzen, und gegen die abtrünnigen Engel gekämpfet hast, welche ohnmächtig waren, dir Widerstand zu leisten, und für die es keine Stätte mehr im Himmel gab. Ja, dieses Ungeheuer, diese alte Schlange, welche Teufel und Satan genannt wird, welcher die ganze Welt verführt, ward mit seinen Engeln in den Abgrund gestürzt.


Doch siehe, dieser alte Feind und Menschenmörder hat sich übermütig wieder erhoben. Er hat sich in einen Engel des Lichtes verwandelt und schweift mit der ganzen Schar der bösen Geister umher, um des ganzen Erdkreises sich zu bemächtigen und den Namen Gottes und seines Gesalbten daraus zu vertilgen; um zu rauben, zu morden, in das ewige Verderben zu stürzen die Seelen, welche zur Krone der ewigen Herrlichkeit bestimmt sind. Dieser böswillige Drache ergießt wie ein ganz schmutziger Strom über die Menschen, deren Verstand schon wüste und deren Herz verdorben ist, das Gift seiner Bosheit, den Geist der Lüge, der Gottlosigkeit und Lästerung, ja den Pesthauch der Unkeuschheit und aller Laster und Missetaten. Feinde voll Arglist haben die Kirche, die Braut des Unbefleckten Lammes, mit Bitterkeit überhäuft und mit Wermut betränkt; ruchlos haben sie die Hände nach ihren Heiligsten Besitztümern ausgestreckt. Selbst an der geweihten Stätte, wo der Sitz des Heiligen Petrus und der Lehrstuhl der Wahrheit als Leuchte der Welt errichtet ward, haben sie den verabscheuungswürdigen Thron ihrer Gottlosigkeit aufgeschlagen mit dem unseligen Plan, den Hirten zu schlagen und die Herde zu zerstreuen.

 

Auf denn, o unbesiegtester Fürst, eile dem Volke Gottes zu Hilfe gegen das Anstürmen der verworfenen Geister und verleihe uns den Sieg. Dieses Volk verehrt dich ja als Schützer und Patron; in dir als in seinem Verteidiger gegen die boshaften Mächte der Hölle rühmt sich die Heilige Kirche; dir hat Gott die Seelen anvertraut, um sie in die ewige Seligkeit zu führen. Ach, bitte doch den Gott des Friedens, auf dass er den Teufel besiegt unter unsere Füße lege, und jener die Menschen nicht länger in seiner Sklaverei festhalten und der Kirche nicht mehr schaden könne. Bringe du vor das Angesicht des Allerhöchsten unsere Gebete, auf dass die Erbarmungen des Herrn uns bald zuvorkommen; bemächtige dich des Drachen, der alten Schlange, welche der Teufel und Satan ist, und stoße ihn gefesselt in den Abgrund zurück, damit er nicht mehr die Völker verführe. Amen.

 
Vertrauend auf deine Hilfe und deine Schutzkraft der Autorität der Heiligen Mutter Kirche – und in sicherem Vertrauen auf den Namen Jesu Christi, unseres Gottes und Herren, schreiten wir zum Kampf, um die Angriffe teuflischen Betrugs abzuwehren.
 
Der Heilige Erzengel Michael als Seelenwäger beim Jüngsten Gericht (Hans Memling, 1466)

 

Samstag, 17. Juni 2017

Bleib vor Seinem Kreuze stehn!

Wegekreuz in Düsseldorf-Kaiserswerth

Im schönen Tempel der Natur
siehst Du des großen Gottes Spur.
Doch willst Du Ihn noch größer sehen,
so bleib vor Seinem Kreuze stehn.
 
(Inschrift an einem Wegekreuz)
 
 
 
 
 

Sonntag, 11. Juni 2017

Ehre sei der Heiligen Dreifaltigkeit!

Trinität (El Greco, 1577)

Am heutigen ersten Sonntag nach Pfingsten feiert de Katholische Kirche das Hochfest "Dreifaltigkeit", auch Trinitatis genannt. Dieses Fest feiert das Geheimnis der Göttlichen Dreieinigkeit:

Gott als Vater
Gott als Sohn
Gott als Heiliger Geist


Das Fest wurde im Jahr 1334 von Paps Johannes XXII. für die gesamte Katholische Kirche eingeführt. Seit dem 18. Jahrhundert wird es am ersten Sonntag nach Pfingsten gefeiert.

So lasst uns heute beten:

Meine Hoffnung - der Vater.
Meine Zuflucht - der Sohn.
Mein Schutz der Heilige Geist.
Heilige Dreifaltigkeit,
Ehre sei Dir!
 
Hl. Johannicius von Bithynien (731-846)

Samstag, 10. Juni 2017

Die fünf grundsätzlichen Wahrheiten des Christentums



Es gibt fünf grundsätzliche Wahrheiten, an die jeder Christ glauben muss, um tatsächlich ein Christ zu sein:



1. Grundsätzliche Wahrheit des Christentums

Jesus Christus ist Gott!

Jesus Christus ist der Eingeborene Sohn des Lebendigen und Dreifaltigen
Gottes. Jesus Christus ist im Fleisch gekommen, Er ist der Mensch gewordene
Gott. Jesus ist der Christus, Jesus ist der Messias, Jesus ist der Erretter und
Erlöser Israels und der Welt. Jesus Christus ist Gott, Er ist die alleinige Wahrheit und der einzige Mittler zwischen dem Himmlischen Vater und den Menschen. Wir dürfen daher unser ganzes Vertrauen im Hinblick auf unsere Erlösung nur allein auf Jesus Christus setzen.

Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt. Jetzt ist er bereits in der Welt.
(1. Johannes 4,2-3)

Wer ist der Lügner, wenn nicht derjenige, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist: Derjenige, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.

 (1. Johannes 2,22-23)

Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im  Fleische gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist .

(2. Johannes 1,7)




2. Grundsätzliche Wahrheit des Christentums

Jesus Christus wurde von einer Jungfrau geboren und zwar von der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria!


Jesus Christus wurde aus dem mütterlichen Schoß der Allerseligsten Jungfrau Maria ohne den geringsten Nachteil der Jungfräulichkeit der Muttergottes geboren. Dies geschah durch die Kraft des Heiligen Geistes, der der Gottesmutter bei der Empfängnis Jesu Christi Göttliche Fruchtbarkeit verlieh und bei der Geburt Jesu Christi ihre immerwährende Jungfrauschaft bewahrte.

Darum wird euch der Herr von Sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären und sie wird Ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.
(Jesaja 9,4)


Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, es zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
(Matthäus 1,18)

Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
(Lukas 1,34-35)





3. Grundsätzliche Wahrheit des Christentums

Jesus Christus starb für unsere Sünden am Kreuz von Golgatha!

Jesus Christus hat aus tiefer Liebe zu uns Menschen unsere Sünden und die Strafe für unsere Sünden auf sich genommen. Wir dürfen niemals vergessen, dass die Folge beziehungsweise der Lohn der Sünde der Tod ist. So hat Gott Seinen Sohn Jesus Christus  an unserer Stelle als Sünder verurteilt, damit wir um Jesu Christi willen freigesprochen werden. Jesus Christus ist der einzige Mensch auf dieser Erde, der niemals eine Sünde begangen hat. Er hat immer in Gemeinschaft mit Gott gelebt. So hat unser Heiland Jesus Christus stellvertretend für uns unsere Sünden und die Strafe dafür auf sich genommen. Niemals können wir wirklich die unermessliche Liebe verstehen, die uns Gott der Vater durch Jesus Christus gezeigt hat.

Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit Seinem Blut, Sühne wirksam durch Glauben. So erweist Gott Seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit Seiner Geduld, begangen wurden; Er erweist Seine Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit , um zu zeigen, dass Er gerecht ist und den gerecht macht, der an Jesus glaubt.
(Römer 3,25)

Durch Sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum Seiner Gnade.
(Epheser 1,7)

Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der künftigen Güter; und durch das erhabene und vollkommene Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht, das heißt nicht von dieser Welt ist, ist Er ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen, nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit Seinem eigenen Blut, und so hat Er eine ewige Erlösung bewirkt. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer Kuh die Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, dass sie leiblich rein werden, wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst kraft ewigen Geistes Gott als makelloses Opfer dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen.
(Hebräer 9,11 -14)




4. Grundsätzliche Wahrheit des Christentums

Jesus Christus ist von den Toten auferstanden!

Jesus Christus ist auferstanden! Er wurde von Gott von den Toten auferweckt. Er ist wahrhaftig lebendig und wird nie mehr sterben. Jesus Christus lebt und hat Sich vielen Menschen gezeigt, ehe Er in den Himmel aufgefahren ist. Jesus Christus ist die lebendige Hoffnung aller Christen, denn auch sie werden einst wie Jesus Christus von Gott von den Toten auferweckt.

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hineinblickten , sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; Er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man Ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt Seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr Ihn sehen, wie Er es euch gesagt hat. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt.
(Markus 16,1-8)

Wir Apostel sind Augenzeugen für alles, was Er in Israel und in Jerusalem unter den Juden getan hat. Diesen Jesus haben sie an das Kreuz genagelt und getötet. Aber schon drei Tage später hat Gott Ihn wieder zum Leben erweckt. … Ja, wir haben nach Seiner Auferstehung sogar mit Ihm gegessen und getrunken.
(Apostelgeschichte 10:39-41)

Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: "Jesus ist der Herr" und in deinem Herzen glaubst: "Gott hat Ihn von den Toten auferweckt", so wirst du errettet werden.
(Römer 9,9)

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in Seinem Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist.
(1 Petrus 1,3–4)





5. Grundsätzliche Wahrheit des Christentums

Jesus Christus kommt wieder in Herrlichkeit, um zu richten die Lebenden und die Toten!

Jesus Christus kommt wieder! Er wird jedoch nicht als Baby in der Krippe wiederkommen, sondern dieses Mal wird Er mit all der Herrlichkeit Gottes als König und Richter kommen. Wenn Jesus Christus wiederkommt, geschieht es, um den Zorn Gottes auf diese ruchlose Welt zu bringen. Alle Lebenden und alle Toten werden gerichtet werden.

Sofort nach den Tagen der großen Not wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werde. Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. Er wird Seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden und sie werden die von Ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, von einem Ende des Himmels zum andern.
(Matthäus 24,29 -31)

Wenn der Menschensohn in Seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit Ihm, dann wird Er Sich auf den Thron Seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor Ihm zusammengerufen werden, und Er wird sie voneinander scheiden wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu Seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn Ich war hungrig und ihr habt Mir zu essen gegeben; Ich war durstig und ihr habt Mir zu trinken gegeben; Ich war fremd und obdachlos und ihr habt Mich aufgenommen; Ich war nackt und ihr habt Mir Kleidung gegeben; Ich war krank und ihr habt Mich besucht; Ich war im Gefängnis und ihr seid zu Mir gekommen, Dann werden Ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir Dich hungrig gesehen und Dir zu essen gegeben, oder durstig und Dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir Dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu Dir gekommen? Daraufhin wird der König ihnen antworten: Amen, das sage Ich euch: Was ihr für einen Meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr Mir getan.
Dann wird Er Sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von Mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn Ich war hungrig und ihr habt Mir nichts zu essen gegeben; Ich war durstig und ihr habt Mir nichts zu trinken gegeben; Ich war fremd und obdachlos und ihr habt Mich nicht aufgenommen; Ich war nackt und ihr habt Mir keine Kleidung gegeben; Ich war krank und im Gefängnis und ihr habt Mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir Dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben Dir nicht geholfen? Darauf wird Er ihnen antworten: Amen, das sage Ich euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch Mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.
(Matthäus 25,31-46)

Als Er das gesagt hatte, wurde Er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm Ihn auf und entzog Ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt Ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern vor ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, Der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wederkommen, wie ihr Ihn habt zum Himmel hingehen sehen.
(Apostelgeschichte 1,9-11)



Liebe Leserin, lieber Leser!

Gott warnt Dich eindringlich in Seinem Wort, dass Jesus Christus wiederkehren wird. Die Wiederkunft Christi wird den Großteil der Menschen unvorbereitet treffen, ausgenommen jene Menschen, die nach unserem Heiland Jesus Christus suchen. Denke immer daran, dass das Gericht Gottes diese Welt plötzlich und unvorbereitet treffen wird, ohne Warnung, genau wie die Sintflut in den Tagen Noahs oder die Zerstörung von Sodom und Gomorra. Die Menschen werden wie gewöhnlich ihren Geschäften nachgehen, wenn es auf einmal zu spät für sie sein wird, Buße zu tun und sich  Gott zuzuwenden. Deshalb bitte ich Dich, gehöre nicht zu diesen Menschen und verpasse nicht das Ewige Leben!
 
Wenn dieser Tag kommt, wird es für die meisten von uns zu spät sein, ihre Errettung zu erlangen.
 
Liebe Leserin, lieber Leser!

Lass Dich daher nicht zu der Annahme verleiten, dass Du noch später Zeit haben wirst, Buße zu tun. Der einzige Weg, wie Du Dich auf diesen Tag vorbereiten kannst, ist, indem Du Jesus Christus als Deinen Herrn, Retter und Erlöser annimmst, Buße tust, Dich taufen lässt und Gott um die Gabe des Heiligen Geistes bittest.

Wenn Du das tust, wird Gott Dir das Ewige Leben geben. Anderenfalls wirst Du an jenem Tag umkommen und durch Jesus Christus gerichtet werden.


Dienstag, 6. Juni 2017

"Vater Unser" auf Aramäisch




Das "Vater Unser" ist das bekannteste Gebet des Christentums, und es ist das einzige Gebet, das laut Neuem Testament unser Heiland Jesus Christus Selbst Seine Jünger zu beten gelehrt hat.

Das "Vater Unser" wird von Christen aller Kirchen und Konfessionen sowohl im Gottesdienst als auch privat gebetet.

Das "Vater Unser" ist ein einfaches Gebet, in welchem das Verlangen des Betenden für Gottes Gerechtigkeit auf Erden, für Gottes tägliche Versorgung mit Nahrung, sowie für Vergebung und Schutz ausgedrückt wird.

Da wir durch den Sohn Gottes, unseren Herrn Jesus Christus, zu Gotteskindern wurden, dürfen wir Gott liebevoll mit "Vater" (auf Aramäisch: "Abba") anreden.

Aramäisch war die Muttersprache Jesu.

In diesem Video wird das "Vater Unser" in der aramäischen Sprache - der Sprache unseres Heilandes Jesus Christus - gesungen beziehungsweise gebetet. Die gezeigten Szenen stammen aus dem weltberühmten Film von Mel Gibson "Die Passion Christi".