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Mittwoch, 14. November 2018

Meine Gnade genügt Dir



Vor einigen Jahren, es war noch zu Beginn meiner Zeit mit unserem Herrn Jesus Christus, verspürte ich sehr intensiv, welchen Schaden die 25 Jahre, die ich in Sünde ohne Gott gelebt hatte, in meinem Leben angerichtet hatten. 

Ich litt ständig unter starken Versuchungen, doch wieder in mein altes, sündiges Leben zurückzukehren. Ich hatte viele Freunde aufgeben müssen, denn sie konnten meine Umkehr zu Gott nicht verstehen. Das schlimmste aber war, dass sie mich zurück in meine sündigen Gewohnheiten ziehen wollten. Ich fühlte mich schwach und elendig, fiel ständig hin und rappelte mich wieder auf. Ich war der Meinung, ich müsste mich aus eigener Kraft nun zu einem neuen Menschen verändern, um Gott zu gefallen. Doch je mehr ich mich anstrengte, desto mehr versagte ich. Ich fühlte mich regelrecht hoffnungslos. 

Im Internet sah ich mir gerne Zeugnisse von Menschen an, die Gott verändert hatte. Der eine bezeugte, dass er ein Drogenabhängiger gewesen sei und Gott habe ihn von einer Sekunde zur anderen von den Drogen freigemacht. Ein anderer war süchtig nach Pornografie gewesen, und der Herr hatte ihn quasi über Nacht davon geheilt. Eine Frau war eine schwere Alkoholikerin gewesen und kaum hatte sie Jesus Christus ihr Leben übergeben, war sie ihren Drang zur Flasche losgeworden. Doch diese Zeugnisse ermutigten mich nicht, denn mich hatte der Herr bei meiner Bekehrung nicht von meinen alten, sündigen Gewohnheiten befreit. 

Ich verspürte meinen alten Drang zu meinen gewohnten Sünden und kämpfte gegen sie an und fiel hin. Ich verspürte sie erneut, kämpfte erneut gegen sie an und fiel erneut. Das passierte mehrere Male. Ich verstand nicht, warum der Herr mich nicht über Nacht befreite. Was war los mit mir? Was machte ich nur falsch? War ich für Gott ein hoffnungsloser Fall? Würde Er mich wieder aufgeben? Das machte mir große Angst. Meine Schwäche quälte mich, und ich wollte mich nicht mit ihr abfinden. Ich wollte, dass Gott mich schnellstens davon befreite. Doch so sehr ich auch darum flehte und betete, der Herr befreite mich nicht. 

Als ich wieder einmal in einer schweren Anfechtung und Prüfung war, besuchte ich den Buchladen der Paulus-Schwestern in Düsseldorf, um dort eine ermutigende Lektüre zu kaufen. Als ich bezahlt hatte, durfte ich von der freundlichen Schwester noch eine Losung aus der Heiligen Schrift ziehen. Ich zog den folgenden Vers aus der Bibel, den ich seitdem in meiner Geldbörse mit mir trage und der mir zu einem persönlichen Wort von Gott an mein Herz geworden ist:

Meine Gnade genügt dir, denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit.     
(2. Korinther 12,9)

Ich begriff diesen Vers zunächst einmal überhaupt nicht. Was wollte mir der Herr damit sagen? Also las ich das betreffende Kapitel in der Bibel nach. Der heilige Paulus schreibt: 

Begnadung und Schwachheit des Apostels:
Ich muss mich ja rühmen; zwar nützt es nichts, trotzdem will ich jetzt von Erscheinungen und Offenbarungen sprechen, die mir der Herr geschenkt hat. Ich kenne jemand, einen Diener Christi, der vor vierzehn Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde; ich weiß allerdings nicht, ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, nur Gott weiß es. Und ich weiß, dass dieser Mensch in das Paradies entrückt wurde; ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, weiß ich nicht, nur Gott weiß es. Er hörte unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann. Diesen Mann will ich rühmen; was mich selbst angeht, will ich mich nicht rühmen, höchstens meiner Schwachheit. Wenn ich mich dennoch rühmen wollte, wäre ich zwar kein Narr, sondern würde die Wahrheit sagen. Aber ich verzichte darauf; denn jeder soll mich nur nach dem beurteilen, was er an mir sieht oder aus meinem Mund hört. Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir, denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn, wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.
(2 Korinther 12,1 – 10) 

Der heilige Paulus schreibt also in seinem Brief an die Korinther von einem Erlebnis, das vierzehn Jahre her ist. Allerdings schreibt er in der dritten Person, so als ob es sich um jemanden anderen handeln würde. Paulus beschreibt eine Entrückung in den dritten Himmel – der dritte Himmel ist nach der damaligen Theologie der höchste Ort der Schöpfung. Der erste Himmel ist der Wolkenhimmel und der zweite Himmel der Sternen- und Planetenhimmel. Paulus ist begeistert davon, dass dieser Mensch unaussprechliche Worte hören durfte, Worte, die ein Mensch nicht sagen darf. Sie sind offensichtlich himmlischen Ursprungs. Paulus betont, dass er die Wahrheit sagt, er will keine Verehrung, er will nur, dass alle Ehre dem zukommt, dem sie auch zusteht. Wir begreifen sehr schnell, was Paulus hier sagen will.  Er schreibt zwar in der dritten Person, doch jeder weiß, dass er sich selbst damit meint. Dies wird deutlich, als er schreibt: „damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe“, damit stellt er klar, dass er von sich selbst spricht. Paulus hat als Mensch wie wir Fehler und Schwächen. Dass er dieses Erlebnis haben darf, ist nicht sein Verdienst, sondern eine Gnade, die ihm vom Herrn geschenkt wird. Doch Paulus gerät in Gefahr, sich etwas darauf einzubilden. Deshalb wird Paulus ein Stachel ins Fleisch gestoßen. Ein Bote Satans, der ihn mit Fäusten schlagen darf. Wir wissen nicht, worunter Paulus litt, aber dreimal betet er zu Gott um Heilung. Und nach dem dritten Mal bekommt er von Gott eine Antwort, jedoch nicht die erhoffte. Der Stachel wird ihm nicht genommen. Der Herr antwortet: Meine Gnade genügt dir, denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit. Mit dieser Antwort sagt Gott also zu Paulus: „Ich werde dir den Stachel nicht nehmen, sondern dir etwas Besseres geben: Es ist Meine Gnade, diesen Stachel, diesen Schmerz, zu ertragen. Wenn Ich dir also nicht gegeben habe, worum du gebeten hast, so gebe Ich dir stattdessen, was du am meisten brauchst: Meine Gnade! Denn du wünschst doch, dass Meine Kraft und Vollmacht deine Predigt begleitet. Und die beste Art und Weise, dies zu erreichen, besteht darin, dass du in Schwachheit gehalten wirst.“
                                                                                                                                                              Da begann ich zu verstehen, warum der Herr mir meine Schwäche nicht nehmen wollte, obwohl ich doch so oft zu Ihm gebetet hatte, mich davon zu befreien. Gott ist für uns eben kein Wunscherfüllungsautomat. Gott hat seine eigenen Pläne und Gedanken mit uns. Gott hört Gebete, aber er erhört sie nicht immer so, wie wir uns das vorstellen.
Mein Gnade genügt dir, denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit.                                  (2. Korinther 12,9)             
Unsere eigene Schwäche kann Gott zur Stärke machen, weil Seine Kraft hinter uns steht und weil auch an uns Seine Werke offenbar werden sollen. Gerade in unserer eigenen Schwachheit, Bedeutungslosigkeit und Kleinheit kann Gott Seine Stärke, Seine Macht und Seine Größe zeigen, darum sollen wir nicht auf das sehen, was wir nicht können, sondern auf das, was wir sind. 
Und was sind wir, liebe Leserin, lieber Leser? 
Wir sind Kinder Gottes, und Gott lädt uns ein, gemeinsam mit Ihm Sein Reich - das Reich Gottes - zu errichten. 

Lassen wir es also zu, dass wir schwach sind, damit Gottes Kraft durch uns wirken kann.

Sonntag, 11. November 2018

Liebe wird mehr, wenn man sie teilt

Sankt Martin begegnet dem frierenden Bettler, der niemand anderes als der Herr Jesus Christus ist,
am Stadttor von Amiens und teilt seinen Mantel mit Ihm
(Fresko in der Basilika San Francesco in Assisi, um 1321)

Heiliger Martin,
Teilen war für dich eine Selbstverständlichkeit.

Du teiltest deinen Mantel mit dem Bettler.
Du teiltest deine Wohnstatt mit Gleichgesinnten.
Aber du weihtest dein Leben voll und ganz dem Herrn.

Gott unser Vater,
öffne uns die Augen für das, was teilen heißt:
nicht hier ein bisschen und dort ein Weniges,
nicht halbherzig oder verschämt,
sondern entschieden und vorbehaltlos.

Schenk uns die Erfahrung,
dass Liebe mehr wird,
wenn man sie teilt.


(Quelle: Martin von Tours,  Carl. G. Roth, promultis, Planegg, 1992)


Samstag, 10. November 2018

Gebet um einen glücklichen Tod

Kruzifix in der Sakramentskapelle der Marienkirche in Hagen

O mein Jesus,
mögen die letzten Tage der Verbannung
ganz nach Deinem Heiligsten Willen sein.
Ich vereinige meine Leiden, meine Bitternis und selbst mein Sterben
mit Deinem Heiligen Leiden
und opfere mich auf für die ganze Welt,
um reiche Gnaden der Barmherzigkeit Gottes 
für die Seelen zu erbitten,
besonders aber für jene der Sünder.
Ich habe festes Vertrauen 
und verlasse mich ganz auf Deinen Heiligen Willen,
der lauter Barmherzigkeit ist.
In der letzten Stunde wird Deine Barmherzigkeit
mir alles sein.
Amen.

(Heilige Schwester Faustina, TB 1574)


Freitag, 9. November 2018

Lichtgestalt am Sterbebett ihres Sohnes




Warum ich katholisch bin

In der Wallfahrts-, Pfarr- und Klosterkirche "Sankt Marien" zu Bochum-Stiepel

Als Gott mir in Seiner unergründlichen Barmherzigkeit am 15. Januar 2006 die Gnade der Bekehrung schenkte, fand Er mich in einem sündhaften Zustand vor, denn ich hatte 25 Jahre lang ohne Ihn gelebt. Dementsprechend hatte ich einen sündigen Lebensstil geführt und in dieser langen gottlosen Zeit sündhafte Angewohnheiten in meinem Denken und in meinem Verhalten entwickelt. Und ich war in dieser Zeit auch aus der Katholischen Kirche ausgetreten und hatte gewissermaßen als Neuheide gelebt. 

Als der Herr mich vor mehr als zwölf Jahren wie ein verirrtes Schaf zurück in Seine Herde führte, ahnte ich noch nicht, dass ich nun so viel zu lernen hatte. Alles, worauf ich zurückgreifen konnte, war die Zeit meiner Kindheit und Jugend, in der ich noch einen schönen, kindlichen Glauben gehabt hatte. Damals war ich von meinem Vater katholisch getauft und erzogen worden, war zur Heiligen Kommunion gegangen und gefirmt worden. Ich hatte zu beten gelernt und war sogar Messdiener gewesen. Doch als ich erwachsen wurde, hatte ich meinen Glauben verloren und genauso gelebt, wie ich es bei meinen ungläubigen Freunden und Arbeitskollegen, sowie in den Medien sah. Gott spielte bei all diesen Menschen und in den Medien überhaupt keine Rolle, und alles drehte sich nur um die Erfüllung der typischen Begierden, Sehnsüchte und Wünsche dieser gottlosen Welt. So war es dann auch bei mir.

Nach meiner Bekehrung musste ich gewissermaßen noch einmal von vorn anfangen. Ich begann zu beten, Heilige Messen zu besuchen und alle Bücher zu verschlingen, die ich nur über Jesus Christus und den Glauben finden konnte. Dazu zählten natürlich die Bibel, Bücher von Heiligen, aber auch Bücher von vielen christlichen Autoren aller Konfessionen. Es dauerte zwei Jahre, bis ich Anfang 2008 die bewusste Entscheidung traf, wieder in die Katholische Kirche einzutreten. Hatte mein Umfeld schon bei meiner Rückkehr zum Glauben die Nase gerümpft, so konnten sie es jetzt überhaupt nicht verstehen, dass ich wieder in die Katholische Kirche eintrat. Evangelisch - das ging ja zur Not noch, aber katholisch - das war für sie nur finsteres Mittelalter. Diese Meinung machte jedoch deutlich, dass sie eigentlich gar nichts über die Katholische Kirche wussten und nur zu gern bereit waren, den Verleumdungen des bösen Feindes zu glauben. 

Ich hätte mit Leichtigkeit evangelisch werden können, hatte ich doch ein persönliches Bekehrungserlebnis, eine Christus-zentrierte Frömmigkeit und auch eine missionarische Gesinnung. Die Bibel als das Wort Gottes war für mich die Grundlage des Glaubens. Das waren alles Dinge, worauf die Evangelischen Kirchen großen Wert legen.

Doch Jesus Christus zog mich in die Kirche, die Er selbst gegründet hatte und das ist die Katholische Kirche.

Jesus Christus ließ mich erkennen, dass Er eine Kirche gestiftet hatte, die mit der Autorität Gottes in Seinem Namen lehren sollte.

Jesus Christus spricht:

"Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde Ich Meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein."
(Matthäus 16,18 - 19)

"Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein."
(Matthäus 18,18)

"Wer euch hört, der hört Mich, und wer euch ablehnt, der lehnt Mich ab; wer aber Mich ablehnt, der lehnt den ab, der Mich gesandt hat."
(Lukas 10,16)

Jesus Christus ließ mich erkennen, dass Seine Kirche bis an das Ende aller Tage bestehen bleiben wird, und dass der Heilige Geist sie in ihrer Lehre vor Irrtum und Verderbnis beschützt.

Jesus Christus spricht:

"Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde Ich Meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen."
(Matthäus 16,18)

"Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu Meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was Ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."
(Matthäus 28,19 - 20)

"Und Ich werde den Vater bitten und Er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie Ihn nicht sieht und nicht kennt."
(Johannes 14,16 -17)

Jesus Christus ließ mich erkennen, dass Seine Kirche die Kirche des lebendigen Gottes ist, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist. 

Dazu schreibt der Heilige Apostel Paulus:

Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist.
(1 Timotheus 3,15)

Jesus Christus ließ mich erkennen, dass die enorme Zersplitterung der Christenheit in die unfassbar hohe Anzahl von 30000 Konfessionen nicht Seinem Heiligen Willen entspricht und dass diese enorme Zersplitterung ein großes Ärgernis vor der Welt ist.

Jesus Christus spricht:

"Alle sollen eins sein: Wie Du Vater, in Mir bist und Ich in Dir bin, sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt  glaubt, dass Du Mich gesandt hast."
(Johannes 17,21)

Jesus Christus ließ mich erkennen, dass die katholische Glaubensregel, die die Lehren der übernatürlichen Offenbarungen Gottes aus der Heiligen Schrift, aus der mündlichen Überlieferung bzw. aus der Tradition und aus dem Magisterium Ecclesiae (Kirchliches Lehramt) bezieht, die Einheit bewahrt hat, während die evangelische Glaubensregel, die die Heilige Schrift für die einzige Lehrinstanz hält, zu einer immensen Zersplitterung mit Tausenden von Konfessionen geführt hat. 

Jesus Christus ließ mich erkennen, dass die Allerseligste Jungfrau Maria die Gottesgebärerin, die Mutter Gottes, ist. Damit ist jedoch keinesfalls gemeint, dass die Allerseligste Jungfrau Maria die Mutter des Vaters oder des Heiligen Geistes sei, sondern nur, dass sie die Mutter der zweiten Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, des Sohnes Gottes, unseres geliebten Herrn Jesus Christus, ist. Vor Seiner Menschwerdung war der Ewige Sohn reiner Geist, genauso wie der Vater und der Heilige Geist. In einem Akt unfassbarer Selbstentäußerung wurde die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit mit einem menschlichen Leib vereinigt und als Gottmensch durch die Allerseligste Jungfrau Maria geboren. Jesus Christus ist in einer Person Gott und Mensch, der in Seinem Erdenleben den Naturgesetzen genauso unterworfen war, wie es alle anderen Menschen auf der Erde auch sind. Jesus Christus wurde als Gottmensch gekreuzigt, starb als Gottmensch und stand drei Tage nach Seiner Kreuzigung als Gottmensch von den Toten auf. Jesus Christus fuhr als Gottmensch in den Himmel auf und regiert dort zu rechten des Vaters als Gottmensch. Am Ende der Tage wird Er als Gottmensch wiederkommen.

Die Heilige Schrift lehrt an mehreren Stellen die Gottesmutterschaft der Allerseligsten Jungfrau Maria der Sache nach, indem die Schrift einerseits die wahre Gottheit Jesu Christi bezeugt und andererseits die wahre Mutterschaft der Allerseligsten Jungfrau Maria bezeugt:

Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird Ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.
(Jesaja 7,14)

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, Seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann , der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; Ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn Er wird Sein Volk von seinen Sünden erlösen.
(Matthäus 1,18 - 21)

Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.
(Lukas 1,30 - 32)

Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mit kommt?
(Lukas 1,41 - 43)

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit Er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.
(Galater 4,4)

So ließ Jesus Christus mich erkennen, dass nur die Katholische Kirche den wahren von Christus gelehrten Glauben hat, weil sie allein diesen Glauben von Christus und den Aposteln empfangen und stets unverfälscht bewahrt hat. So wurde der Kanon der Bücher der Heiligen Schrift von der Katholischen Kirche auf Konzilien in Rom (382 nach Christus), Hippo (393 nach Christus) und Karthago (397 nach Christus) festgelegt. Vor dieser Zeit gab es keinen von allen Christengemeinden anerkannten Kanon. Alle heutigen Christen, die den biblischen Kanon akzeptieren - und das sind auch die Mitglieder der allermeisten Evangelischen Kirchen - stützen sich also auf eine unfehlbare Entscheidung der Katholischen Kirche!

Jesus Christus legte mir aber auch eine Liebe und Verbundenheit zu Christgläubigen aller Konfessionen in mein Herz. In Jesus Christus sind wir alle Brüder und Schwestern!

So bin ich unserem Heiland Jesus Christus unendlich dankbar, dass Er mich in Seine Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche geführt hat, und ich am 24. Juni 2008, dem Hochfest der Geburt des Heiligen Johannes des Täufers, wieder in Seine Kirche aufgenommen worden bin. Deshalb zähle ich heute voller Freude und Liebe auf, was die Katholische Kirche ist und bitte Dich, liebe Leserin, lieber Leser, mit mir einzustimmen:

Gott ist ihr Gründer,
Der Heiland ist ihr Erlöser,
Der Heilige Geist ihr Seligmacher,
Die Allerseligste Jungfrau ihre Königin,
Die Engel ihre Beschützer,
Die Apostel ihre Verbreiter,
Die Heiligen ihre Fürbitter,
Der Papst ihr sichtbares Haupt,
Die Kardinäle ihre Ratgeber,
Die Bischöfe ihre Hirten,
Die Priester ihre Stimme,
Die Märtyrer ihre Zeugen,
Die Kirchenlehrer ihr Licht,
Die Klöster ihr Bollwerk,
Die Heiligen Jungfrauen ihre Zierde,
Die Heilige Taufe ihre Wiege,
Das Heiligste Altarsakrament ihr Mittelpunkt,
Die Ehe ihre Pflanzschule,
Die zehn Gebote sind ihre Mauern,
Die Unfehlbarkeit ihr Kennzeichen,
Die Heilige Schrift ihr Beweis,
Die Wahrheit ihre Richtschnur,
Das Gebet ihr Schirm und Schild,
Der Glaube ihr Tor,
Die Hoffnung ihr Weg,
Die Liebe ihre Verklärung,
Die Gnade des Herrn ihr Reichtum,
Die Bekehrung aller Menschen ihr einzig Ziel auf Erden,
Das Ende der Welt der Tag ihrer Krönung.