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Freitag, 24. November 2017

Das ganze Leben ist ein Pilgerweg zu Gott

In der Sankt-Agnes-Kirche zu Köln


Das unruhige Herz ist die Wurzel der Pilgerschaft.
Im Menschen lebt eine Sehnsucht,
die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags
und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung.
Immer lockt ihn das andere,
das Fremde.
Doch alles Neue,
das er unterwegs sieht,
kann ihn niemals ganz erfüllen.
Seine Sehnsucht ist größer,
im Grunde seines Herzens sucht er ruhelos den Anderen
und alle Wege,
zu denen der Mensch aufbricht,
zeigen ihm an,
dass sein ganzes Leben ein Weg ist,
ein Pilgerweg zu Gott.


(Hl. Augustinus von Hippo, 354 - 430)



Dienstag, 21. November 2017

Gott ist nur Liebe



Gott ist nur Liebe. 
Wagt für die Liebe alles zu geben.
Gott ist nur Liebe.
Gebt euch ohne Furcht.

Bóg jest miłością (Taizé, France)

In Jesus Christus bin ich angenommen!



Wenn Du in Prüfung und Anfechtung bist,
wenn Du großes Leid erfährst und
wenn Du zweifelst oder
sogar in Gefahr bist, zu verzweifeln,
dann ist es ungemein wichtig zu wissen,
wer Du in Jesus Christus bist.
Dieses Wissen macht Dich stark und
Du wirst Deinen Glauben auch in der größten Not nicht verlieren.

Daher sage es Dir immer wieder, sinne immerzu darüber nach und lass diese Gewissheit tief in Dein Herz sinken:

"In Jesus Christus bin ich angenommen!"

Und nun lies diese Wahrheit in der Heiligen Schrift:


Jetzt aber - so spricht der Herr,/ der dich geschaffen hat, Jakob,/ und der dich geformt hat, Israel:
Fürchte dich nicht, denn Ich habe dich ausgelöst,/ ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst Mir.
(Jesaja 43,1)



Montag, 20. November 2017

Was das Gebet vermag


Das Gebet hat große Kraft,
das ein Mensch nach bestem Können verrichtet.
Es macht ein bittres Herz süß,
ein trauriges froh,
ein armes reich,
ein törichtes weise,
ein verzagtes kühn,
ein schwaches stark,
ein blindes sehend,
ein kaltes brennend.
Es zieht den großen Gott in ein kleines Herz.
Es trägt die hungrige Seele empor zu Gott,
dem lebendigen Quell, und
bringt zusammen zwei Liebende:
Gott und die Seele.


Heilige Gertrud von Helfta, 1256 - 1302


(Aus: Die geistlichen Übungen der heiligen Gertrud der Großen.
Übersetzt von Maurus Wolter, Butzon & Bercker, Kevelaer 1925)

Freitag, 17. November 2017

Bete für die Armen Seelen!

An der Kerzenkapelle im Wallfahrtsort Kevelaer

Die Heilige Gertrud von Helfta ist die größte Mystikerin Deutschlands. 

Heute feiert die Katholische Kirche ihren Festtag.

Gertrud wurde am 6. Januar 1256 vermutlich in Thüringen geboren und starb am 17. November 1302 im Kloster Helfta bei Eisleben in Sachsen-Anhalt.


Sie war eine Nonne im Orden der Zisterzienserinnen, die ihre große Liebe zu Jesus Christus durch ihre freiwillige Hingabe an das Leiden, sowie durch ihre große Nächstenliebe und durch ihr tiefes Mitgefühl allen Menschen gegenüber ausdrückte.


Im Alter von 26 Jahren wurde sie von Jesus Christus durch eine Vision in Seine besondere Nachfolge gerufen. Er hob sie über eine Dornenhecke zu sich, und es begann eine Liebesgeschichte zwischen der Heiligen Gertud und Jesus Christus, wie sie in der Mystik einmalig ist.


Durch die Heilige Gertrud von Helfta nahm in Deutschland die Herz-Jesu-Verehrung ihren Anfang. Das Herz ist das Symbol der Liebe und das Wort Herz steckt auch in dem Wort Barmherzigkeit. Das Heiligste Herz Jesu ist das Zeichen Seiner unermesslichen Liebe und Seiner unergründlichen Barmherzigkeit. Durch die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu bekennen wir die tiefe Liebe Jesu Christi zu uns.


Das Heiligste Herz unseres Heilandes Jesus Christus brennt in tiefer Liebe für uns Menschen



Die Heilige Gertrud machte die Erfahrung, dass Gott uns liebt, uns nachgeht und uns sucht.
Und Gott sucht uns von Sich aus - nur aus Seiner Göttlichen Liebe heraus! Kein Mensch muss und kann sich Seine Liebe verdienen. Sie wird uns von Gott geschenkt. Das Leben der Heiligen Gertrud von Helfta lehrt uns, das Herz Gottes und somit Seine Liebe und Seine Barmherzigkeit zu entdecken.


Jesus Christus schenkte der Heiligen Gertrud große Offenbarungen. So sagte unser geliebter Herr Jesus Christus der Heiligen Gertrud, dass das folgende Gebet, jedesmal, wenn es gesprochen wird, tausend Seelen aus dem Fegefeuer befreit. Dieses Gebet wurde erweitert, um die lebenden Sünder einzuschließen und um entstandene Schulden schon zu Lebzeiten zu mindern. 

Beten wir also gemeinsam mit der Heiligen Getrud von Helfta im Namen unseres Herrn Jesus Christus:

Ewiger Vater,
ich opfere Dir das Höchst Kostbare Blut Deines Göttlichen Sohnes Jesus auf,
zusammen mit allen Heiligen Messen,
die heute auf der ganzen Erde gefeiert werden,
für alle Armen Seelen im Fegefeuer,
für alle Sünder überall,
für alle Sünder in der Weltkirche und
diejenigen in meinem Hause und in meiner Familie.
Amen.


(Genehmigt und empfohlen, gez.: M. Kardinal Pahiarca, Lissabon, Portugal, den 4. März 1936)