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Montag, 11. Mai 2015

Das Außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit

Bildnis des Barmherzigen Jesus in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Papst Franziskus hat am 13. März 2015 angekündigt, dass die Katholische Kirche vom
8. Dezember 2015 bis zum 20. November 2016 ein Außerordentliches Heiliges Jahr der Barmherzigkeit feiern wird.

Das Außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit wird mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria,
dem 8. Dezember 2015, beginnen.
Dieser Tag wurde auch als Termin für die Eröffnung des Heiligen Jahres ausgewählt, weil an diesem Tag vor genau 50 Jahren das Zweite Vatikanische Konzil zu Ende gegangen war.
Am 13. Dezember 2015 erfolgt dann die Öffnung der Heiligen Pforte in der Lateranbasilika, danach folgen die weiteren Papstbasiliken in Rom. An diesem Tag öffnen außerdem alle Bischofskirchen, Basiliken und herausragenden Kirchen ebenfalls ihre Heiligen Pforten.
Das Außerordentliche Heilige Jahr wird am Hochfest Christkönig, dem 20. November 2016, mit dem Schließen der Heiligen Pforte beendet.

Bildnis von Papst Franziskus in der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Die Verkündigungsbulle "Misericordiae Vultus" zum "Außerordentlichen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit" trägt auf Deutsch den Titel "Antlitz der Barmherzigkeit" und wurde am 11. April 2015 vor der Heiligen Pforte des Petersdomes verlesen.

In seinen Begrüßungsworten sagte Papst Franziskus, dass in Jesus von Nazareth die Barmherzigkeit des Vaters  lebendig und sichtbar geworden ist und ihren Höhepunkt erreicht hat.

Dabei hat Papst Franziskus auch der Heiligen Schwester Maria Faustina Kowalska gedacht, die ja gerade als Apostolin der Barmherzigkeit Gottes bekannt geworden ist.
Auf die Visionen der Heiligen Schwester Faustina gehen die beiden weltberühmten Gnadenbilder des "Barmherzigen Jesus" in Krakau und in Vilnius zurück. So ist Jesus Christus der Heiligen Schwester Faustina als Barmherziger Jesus erschienen, und auf diese gnadenreiche Weise hat Er der Heiligen Schwester Faustina deutlich gemacht, wie groß und unergründlich die Barmherzigkeit unseres Geliebten Herrn ist, der für uns Sünder Sein Leben hingegeben und für uns Sünder Sein Kostbares Blut vergossen hat. Jesus Christus hat sich für unsere Erlösung als Göttliches Opferlamm geopfert. Wie unermesslich ist doch die Barmherzigkeit Gottes, die sich uns in Seinem eingeborenen Sohn Jesus Christus gezeigt hat!

Der Barmherzige Jesus offenbarte der Heiligen Schwester Faustina ebenfalls den Rosenkranz der Göttlichen Barmherzigkeit.

Und der Barmherzige Jesus ließ durch die Heilige Schwester Faustina Seinen Wunsch bekannt machen, dass Er die Einführung des Festes der Göttlichen Barmherzigkeit am Weißen Sonntag wünschte.
Papst Johannes Paul II. war es dann im Jahre 2000, der das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit im Zuge der Heiligsprechung der Heiligen Schwester Maria Faustina Kowalska liturgisch einführte.

Bildnis der Heiligen Schwester Maria Faustina Kowalska in der Gebetsstätte zu Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

Für das Außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit hat Papst Franziskus angekündigt, dass er in der Fastenzeit 2016 Missionare der Barmherzigkeit aussenden will, und er hat die Ortsbischöfe gebeten, diese Missionare einzuladen.
In den Diözesen soll am Freitag und Samstag vor dem 4. Fastensonntag 2016 die Initiative
"24 Stunden für den Herrn" mit dem Bußsakrament verstärkt praktiziert werden. Dazu sollen Volksmissionen in den Diözesen organisiert werden.
Außerdem hat Papst Franziskus zu einer Pilgerfahrt nach Rom eingeladen, und er kündigte einen vollen Ablass für die Pilger an.

Es wird ein großartiges und reiches Programm geben, um den Menschen die Barmherzigkeit Gottes nahe zu bringen.

Auch die Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf wird sich in diesem Außerordentlichen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit daran beteiligen, allen Besucherinnen und allen Besuchern die Barmherzigkeit Gottes bewusst zu machen.
Wir wollen noch intensiver im Weinberg des Herrn arbeiten, und unsere Gebete sollen noch inniger und hingebungsvoller werden.
Wirken wir daran mit, dass auch der größte Sünder erfährt, dass es nichts größeres als die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes gibt! Kein Abgrund ist so tief, als dass Gottes Liebe und Barmherzigkeit nicht hineinreicht!


1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für den Artikel, welcher so manche Frage von mir beantwortet! :) Das wird ganz bestimmt ein schönes Jahr für uns Freunde der Barmherzigkeit Gottes und des Herzens Jesus. Ich finde ja stark, dass Papst Franziskus dafür sogar die Heilige Pforte öffnen möchte. Ich dachte ursprünglich, dass dies nur alle 50 oder 100 Jahre der Fall sei. Es muss unserem Papst wohl viel bedeuten. :)

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