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Mittwoch, 15. Juli 2015

Zehn Ratschläge gegen die Fallstricke des Bösen


Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

1.  Völlige Hingabe an Jesus Christus

Das Wichtigste zuerst! Geben wir uns völlig unserem über alles geliebten Herrn Jesus Christus hin. Einzig und allein durch Hingabe kann man die absolute Wahrheit – Jesus Christus – erkennen. Wahre Hingabe hat ihre Wurzeln in einer tiefen Liebe und in einer ehrfurchtsvollen Dankbarkeit zu Jesus Christus. Er ist unser Heiland, Er ist unser Retter und Erlöser. Er hat uns durch Sein Kostbares Blut, das Er aus tiefer Liebe für uns am Kreuz vergossen hat, für immer aus der Knechtschaft Satans und der Sünde befreit. Jesus Christus hat Sein Leben für uns hingegeben, damit wir das Ewige Leben bei Ihm in Seiner Fülle haben. Wenn wir uns Jesus Christus hingeben, löst sich unser größtes Problem, nämlich unsere Ich-Bezogenheit langsam auf, und wir werden fähig, unser Leben vollständig und rückhaltlos Jesus Christus zu übergeben.  Es gibt keine größere Macht gegen die Fallstricke Satans, als Jesus Christus selbst. Unentbehrlich ist auf unserem Weg ein tiefes und vollständiges Vertrauen in Jesus Christus. Streben wir also nach völliger Hingabe an Jesus Christus, weihen wir uns Seinem Heiligsten Herzen. Jesus Christus ist unser großes Vorbild und unser großer Lehrer. Ahmen wir Ihn in allem nach und lassen wir uns von Ihm umwandeln. Lernen wir also immerzu in dem Bewusstsein „Jesus, ich vertraue auf Dich!“ zu leben.

2. Ein intensives Gebetsleben

Das Gebet ist eine unbegreiflich große Waffe gegen die Fallstricke Satans. Es ist unerlässlich, dass wir sämtliche Bereiches unseres Lebens im Gebet vor den Thron Gottes bringen. Es muss uns zu einer Angewohnheit werden, ständig zu beten. Bitten wir um Gottes Vergebung, bitten wir um Gottes Gnade und um Gottes Hilfe. Wir werden erstaunt sein, was Gott in unserem Leben bewirken wird, wenn wir uns in ein beständiges und intensives Gebetsleben einüben. Beten wir nicht nur für uns und die Menschen, die wir lieben. Beten wir besonders für unsere Feinde und für diejenigen, die uns Böses wollen. Suchen wir uns eine Gebetsgruppe. Das Gebet ist ein besonders mächtiger Schutz gegen Satan, wenn wir mit anderen Menschen gemeinsam beten. Beten wir vor allen Dingen den Rosenkranz, denn der Rosenkranz bildet eine mächtige Kette, mit der Satan gefesselt wird. Das stärkste Gebet ist allerdings die Feier der Heiligen Messe. Die Heilige Messe ist das Gedächtnis und die Wiederholung des erlösenden Kreuzesopfers unseres geliebten Herrn Jesus Christus. Christi Opfer am Kreuz hat Satan für immer besiegt. Die tägliche Feier der Heiligen Messe wird Satan für immer seiner Macht über uns berauben.

3. Streben nach vollkommener Reinheit

Denken wir immer daran: Unser Leib und unser Wesen sollen ein würdiger Tempel Gottes sein. Gott Vater und Jesus Christus nehmen in uns Wohnung, wenn wir uns bekehren und zu Gott gehören. Auch Maria, unsere geliebte Muttergottes, wird in uns Wohnung nehmen, wenn wir uns ihr weihen. Daher ist es unerlässlich, dass wir uns unaufhörlich reinigen und heiligen. Wir sollten eine vollkommene Reinheit anstreben. Diese Reinheit umfasst alle Bereiche unseres Körpers, unseres Geistes und unserer Seele. Bitten und beten wir darum, dass Gott uns ein reines Herz schenkt. Wie sagte doch unser Herr Jesus Christus:  „Selig sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen.“  Um rein zu werden, bedarf es, dass wir danach streben, unsere Gedanken und unsere Rede frei werden zu lassen von der Lüge, von Neid und Missgunst, von Klatsch und Tratsch, von Groll, Eifersucht und Hass. Es ist daher wichtig, dass wir unaufhörlich nach der wahren Erkenntnis Gottes streben. Eine ständige Achtsamkeit und Selbsterkenntnis sind unerlässlich, wollen wir auf dem Weg der Reinheit voranstreben. Wir sollten vor allen Dingen auch nach Keuschheit streben, denn gerade eine ungeordnete Sexualität ist ein großes Einfallstor Satans. Hüten wir uns vor Selbstsucht und Egoismus. Je reiner wir in allen Bereichen unseres Lebens werden, desto mehr sind wir vor den Lügen und Versuchungen Satans geschützt.

4. Leben in der Liebe

Die Liebe ist eine der mächtigsten Waffen gegen Satan. Die Liebe ist alles, was Satan nicht ist. Sie ist eines der größten Heilmittel gegen die Fallstricke des Bösen. Halten wir uns immer vor Augen: Das Reich Gottes ist ein Reich, das die Liebe als Fundament hat. Wenn wir die Liebe leben, wenn wir selbst zur Liebe geworden sind, und wenn die Liebe der Antrieb unseres ganzen Lebens, unseres ganzen Seins, unseres ganzen Fühlen und Denkens, unseres ganzen Tuns geworden ist, dann werden wir nicht mehr so leicht in die Fallstricke des Bösen geraten. Tätige Nächstenliebe und vor allen Dingen die Feindesliebe sind ein unermesslicher Schutz gegen die Einflüsterungen Satans. Sehr oft fallen wir, weil wir einen Mangel an Liebe in uns haben. Wenn wir Gott über alles lieben und allen Menschen und Geschöpfen dieser Welt mit Liebe begegnen, wird die Sünde nicht mehr eine solche Macht über uns haben. Sünde ist immer auch ein Mangel an Liebe. Denken wir immer daran: „Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist die Liebe!“

Pfarrkirche Sankt Mariä Himmelfahrt in Mülheim/Ruhr-Saarn

5. Leben in der Vergebung

Satan ist der Feind der Menschen. Er hasst das Menschengeschlecht und will unsere ewige Verdammnis in der Hölle. Daher ist es ein fortwährender Fallstrick des Bösen, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Satan will, dass wir unversöhnlich sind und Böses mit Bösem vergelten. Er will dadurch den Kreislauf des verletzt Werden und des Verletzen aufrecht erhalten. Vergebung bis zum äußersten vereitelt hier viele Angriffe Satans. Daher ist die Vergebung ein großes Heilmittel, um vor diesen Angriffen des Bösen und vor dem Fallen in Sünde gefeit zu sein. Somit sollten wir alles in unserer Macht stehende tun, um uns in ein Leben der ständigen Vergebung einzuüben. Auf diese Weise werden wir frei und müssen kein Leben in Bitterkeit und Einsamkeit führen.

6. Leben im Frieden

Jeder Unfriede ist Nahrung für das Böse. Wir sollten nach einem Leben in vollständigem Frieden mit uns selbst und mit allen anderen Menschen streben. Frieden fängt in unserem eigenem Herzen und unseren eigenen Gedanken an. Nehmen wir alles in unserem Herzen und in unseren Gedanken gefangen, was nicht Frieden ist. Dann bewahren wir auch unseren Mund vor verletzenden Worten, vor Streit, Spaltung und Uneinigkeit. Beantworten wir nicht Gewalt mit Gewalt, Streit mit Streit und Unfrieden mit Unfrieden, sondern denken wir immer daran, dass das Böse nur durch das Gute überwunden werden kann. Ein Leben im Frieden ist ein weiterer, wirksamer Schutz gegen die Fallstricke Satans.

7. Achtsamkeit auf die Eingebungen unseres Gewissens

Lernen wir die leise Stimme unseres Gewissens wahrzunehmen, und lernen wir allerdings auch, auf die leise Stimme unseres Gewissens zu hören. Viele Menschen haben es in der heutigen Zeit völlig verlernt, auf ihr Gewissen zu hören. Für kurzen, vergänglichen Genuss setzen sie ihr Seelenheil aufs Spiel. Die Hölle ist mit Menschen gefüllt, die nie auf ihr Gewissen gehört haben. Statt sich den Dingen zuzuwenden, die für ihr Seelenheil wichtig waren, wandten sie sich lieber der Befriedigung nutzloser Scheinbedürfnisse zu, die sie in ein Leben von tiefer Unreinheit und Sünde führten. Denken wir immer daran, dass uns Gott in Seiner unbegreiflichen und unermesslichen Barmherzigkeit Eingebungen in unser Gewissen schenkt, die uns auf den rechten Weg führen. Lassen wir es nicht zu, dass wir diese Gnade Gottes für einen kurzen, sündigen Genuss abweisen. Lassen wir es nicht zu, dass wir unser Gewissen für einen kurzen, sündigen Genuss töten.

Sankt Andreas Kirche in Düsseldorf

8. Wachsamkeit vor Irreführungen und Verwirrungen

Wir müssen in ständiger Achtsamkeit und Wachsamkeit vor den Verlockungen, Irreführungen und Verwirrungen unserer Zeit sein, die unsere Aufmerksamkeit von den wahren Bedürfnissen unserer Seele wegführen und uns an weltliche und schädliche Dinge binden wollen. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Massenmedien in ihrer großen Vielfalt durch Internet, Fernsehen, Smartphones, Radio und Zeitschriften einen starken Einfluss auf uns ausüben, ist es unerlässlich, unseren Medienkonsum mit der allergrößten Sorgfalt auszuwählen. So viele Medien wollen uns in Gottlosigkeit und Sünde führen. Denken wir daran, dass das Böse oft versteckt und unter dem Deckmäntelchen des Lichtes auftritt. Schöne Bilder und das scheinbare Gute sollen uns täuschen und uns von der Erkenntnis und Wahrheit Gottes wegziehen. Oft geschieht das ganz subtil. Oft tritt das Böse aber auch ganz unverhüllt durch Gewalt, Pornographie und Okkultismus auf. Seien wir also ständig auf der Hut, zügeln wir ungesunde Neugier und lernen wir zu erkennen, was Gift für unseren Geist und unsere Seele ist.

9. Studium der Heiligen Schriften

Statt unseren Geist und unsere Seele also mit dem Müll und der Sündhaftigkeit der heutigen Massenmedien zu vergiften, sollten wir uns in das Studium der Heiligen Schriften einüben. Dann werden unser Geist und unsere Seele das Leben Gottes in der Fülle finden. Dazu gehört natürlich an erster Stelle das Studium der Heiligen Bibel. Die Bibel ist Gottes Wort. Das Wort Gottes hat die Macht und die Kraft, uns von all den Gedanken zu befreien, die sich in uns gegen die Erkenntnis Gottes stellen. Das Wort Gottes ist ein unschätzbares Heilmittel gegen Krankheit und Sünde in allen Bereichen unseres Lebens. Aber auch gute Bücher und Schriften, die uns zu Gott hinführen und uns in unserem Glauben stärken, sollten zu unserer Lektüre gehören. Ich empfehle Bücher von Heiligen und über Heilige, wie zum Beispiel die Bücher der Heiligen Theresa von Avila, des Heiligen Johannes vom Kreuz oder der Heiligen Therese von Lisieux. Ich empfehle die Bücher „Meinen Auserwählten zur Freude“ von Leandre Lachance und die Bücher „Der Gottmensch“ von Maria Valtorta. Und natürlich empfehle ich ganz besonders das Tagebuch der Heiligen Schwester Maria Faustina Kowalska. Solche heiligen und heilenden Schriften helfen uns, die Fallstricke des Bösen immer besser zu erkennen und uns gegen diese zu wappnen.

10. Hilfe durch die Allerseligste Jungfrau Maria

Gott hat der Allerseligsten Jungfrau Maria die Macht und die Aufgabe gegeben, Satan endgültig zu besiegen. Daher ist die Weihe und Hingabe an das Unbefleckte Herz Mariens eine mächtige Hilfe gegen die Fallstricke Satans. Die Muttergottes darf diese Hilfe nur geben, wenn der Mensch sie darum bittet und ihr sein Verlangen zu erkennen gibt, durch das Blut Jesu Christi errettet zu werden. Durch Gebet – besonders durch das Gebet des Rosenkranzes- , durch Opfer, durch ein Leben in ständiger Buße, durch Befolgen der Lehre Jesu Christi, durch häufigen, sowie würdevollen Empfang der Heiligen Eucharistie und durch eine regelmäßige Reinigung aufgrund einer häufigen Heiligen Beichte geben wir uns dann der Allerseligsten Jungfrau Maria hin und richten all unsere Hoffnung auf das Kreuz Jesu Christi. Wir erklären unseren Schwächen den Krieg, und durch die Weihe an die beiden vereinigten Heiligsten Herzen Jesu Christi und Mariens gelangen wir Schritt für Schritt auf einem langen, harten Weg der Überwindung unserer Selbstsucht zur Heiligung. Sich auf den Weg zur Heiligung zu machen, ist wahrlich ein wirksamer Schutz vor den Fallstricken des Bösen.
Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf

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