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Montag, 25. April 2016

Mein Pilgertagebuch zum Barmherzigen Jesus (1. Teil)

Auf dem Weg zum Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit

Vor zehn Jahren habe ich Gottes unergründliche Barmherzigkeit in einem überwältigenden Bekehrungserlebnis an mir selbst erfahren dürfen.

Seit jenem Tag hat mich die tiefe Liebe Gottes und Seine unermessliche Barmherzigkeit nie mehr losgelassen.

Daher hatte ich seit zehn Jahren einen großen Traum in mir:
Einmal in meinem Leben zum wundertätigen Gnadenbild des Barmherzigen Jesus nach Krakau-Łagiewniki zu reisen.

In diesem Jahr war es dann am 18. April endlich soweit. 
Gemeinsam mit meiner Schwester und sieben weiteren polnischen und deutschen Pilgern und Pilgerinnen begab ich mich auf die große Pilgerreise nach Krakau.

Am Montag, dem 18. April 2016, flogen wir mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Berlin. Nach einer Zwischenlandung auf dem Flughafen Berlin-Tegel flogen wir dann weiter nach Krakau. Am Krakauer Flughafen wurden wir abgeholt und im Taxi zum Kloster der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit gefahren.

Es handelt sich dabei um das Kloster, in dem die Heilige Schwester Faustina während ihres Noviziats von 1926 bis 1928 gelebt und in dem sie auch die letzte Zeit ihres Lebens verbracht hat. In diesem Kloster starb sie am 5. Oktober 1938. In der dortigen Sankt-Josef-Kapelle befindet sich heute das weltberühmte Originalbild des Barmherzigen Jesus, welches der Maler Adolf Hyła 1944 den Schwestern als Votivgabe für die Bewahrung seiner Familie in den zurückliegenden Kriegsjahren übergeben hat.

Adolf Hyła malte dieses Bild nach den Schilderungen der Heiligen Schwester Faustina über die Erscheinungen des Barmherzigen Jesus. Diese Visionen werden in dem berühmten Tagebuch der Heiligen Schwester Faustina so wunderbar beschrieben.

Eingang der Sankt-Josef-Kapelle am Abend

Beim Betreten der Sankt-Josef -Kapelle wurde ich von einem tiefen Frieden und einer großen Freude ergriffen. Die Atmosphäre in der Kapelle war überwältigend.

In der Sankt-Josef-Kapelle

Als ich mich in der ersten Bank vor dem Bild des Barmherzigen Jesus in der Stille der Kapelle hinkniete, kamen mir Tränen der Rührung in die Augen. Der tiefe Frieden und die große Freude, die mich schon beim Betreten der Kapelle ergriffen hatten, intensivierten sich, und ich konnte die unbegreifliche Liebe unseres Erlösers spüren.

Ich blickte auf die Strahlen, die aus dem Herzen Jesu kamen.

Seine linke Hand zeigte auf diese Stelle Seines Herzens, aus denen sich die Strahlen Seiner unergründlichen Barmherzigkeit und Seiner unbegreiflichen Liebe über uns tief ergriffene Pilger ergossen. Seine rechte Hand hielt Jesus zum Segen erhoben. Ich sah die Wundmale auf Seinen Händen und begriff, wie groß Jesu Liebe und Barmherzigkeit zu uns sündigen Menschen doch sein muss:

Jesus Christus hat Sein Leben am Kreuz  aus dieser Seiner unermesslichen Liebe für uns sündige Menschen dahin gegeben. Für uns Sünder hat Er Sein Kostbares Blut zu unserer Rettung vergossen. Wie groß muss doch Gottes Barmherzigkeit sein. Seine Barmherzigkeit haben wir sündige Menschen nicht verdient, denn Gnade ist immer ein Geschenk und hängt nicht von unseren Verdiensten ab. Diese unergründliche Barmherzigkeit ist somit das große Zeichen der unbegreiflichen Liebe Gottes zu uns.

Das Gnadenbild des Barmherzigen Jesus mit der Inschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich!

Es war auch ein großes Geschenk für mich, dass wir in diesem Kloster, in dem die Heilige Schwester Faustina gelebt hat, in dem ihr der Barmherzige Jesus erschienen ist und in dem sie gestorben ist, während unseres Aufenthaltes in Krakau wohnen und schlafen durften.

In diesem Klostergebäude haben wir gewohnt

Im Eingangsbereich dieses Klostergebäudes hängt ein beeindruckendes Relief, welches eine Erscheinung des Barmherzigen Jesus vor der Heiligen Schwester Faustina zeigt.



In diesem Gebäude befindet sich auch die originalgetreue Zelle der Heiligen Schwester Faustina. Hier sind einige Fotos dieser Zelle, die man durch eine Glaswand betrachten kann:



  






Für heute möchte ich mein Pilgertagebuch schließen und beende es daher mit einem Gebet der Heiligen Schwester Faustina an den Barmherzigen Jesus:

Barmherziger Jesus,
mit jedem Herzschlag danke ich Dir für alles,
was Du für mich getan hast,
für jeden Tropfen Blut,
für Dein Leben,
das Du zum Opfer gebracht hast,
für Deine unendliche Barmherzigkeit,
die Du der ganzen Menschheit erweist.
Ich opfere Dir auf mein Herz,
meinen Verstand,
meinen Willen
mich selbst ganz und gar.
Reiße mich los von der Welt und fessle mich an Dich,
damit ich von heute an Deinen Pfaden folge bis zum Ende meines Lebens
und so zur himmlischen Seligkeit der Auferstehung gelange.
Amen.

Statue des Barmherzigen Jesus hinter der Kapelle

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