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Donnerstag, 8. September 2016

Hilfe in Ängsten, Sorgen und Nöten

In der Anbetungskapelle des Sankt-Paulus-Doms zu Münster

Jeder Mensch hat Ängste, Sorgen und Nöte.
Wenn ich mich im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis umhöre, erfahre ich, dass wirklich ein jeder Mensch Sorgen, Ängste, Probleme und Nöte hat. Wirklich aber auch jeder! So auch ich.

Auch Menschen, die an Gott glauben, auf Ihn hoffen und vertrauen, werden von diesen Sorgen und Nöten nicht verschont. Sogar Menschen, die einen engen Umgang mit Gott pflegen, können von Ängsten und Sorgen gequält werden. Es handelt sich bei diesen vielen Sorgen oft um die Gesundheit, den Tod geliebter Menschen, finanziellen Problemen, Sorgen um den Arbeitsplatz oder um Unfälle, Kriminalität, Feindseligkeiten anderer Menschen - sogar im engsten
Familienkreis - und um Verluste und Probleme aller Art.

Hört das denn nie auf? Werden wir jemals Frieden und Freude haben? Gibt es Hilfe, und wo können wir Hilfe erlangen?

Was sagt denn Gott zu all unseren Ängsten, Sorgen und Nöten? Oder interessiert Er sich etwa gar nicht für unsere menschlichen Probleme?

Doch, das tut Er! Gott interessiert sich nicht nur für unsere Probleme, sondern Er selbst will uns durch all unsere Ängste und Sorgen hindurchtragen und uns helfen. Schauen wir uns daher an, was Gott uns durch die Bibel sagt:

Im ersten Brief des Petrus wird uns ganz deutlich gesagt:

Werft alle eure Sorge auf Ihn, denn Er kümmert sich um euch. (1. Petrus 5,7)

Wenden wir uns also in all unseren Ängsten, Sorgen und Nöten immer an Gott. Er kümmert sich um uns, und nur von Ihm kommt jede Hilfe!

Es ist aber auch ganz wichtig zu wissen, dass unsere Sorgen, Nöte und Probleme selbst nicht von Gott kommen. Von Gott kommt immer nur das Gute! So wird uns im Brief des Jakobus gesagt:

Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt. Denn Gott kann nicht in die Versuchung kommen, Böses zu tun, und Er führt auch selbst niemand in Versuchung. (Jakobus 1,13)

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt. (Jakobus 1,17) 

Das Böse kommt daher immer von unserem bösen Feind, dem Teufel. Er beeinflusst, verführt und benutzt Menschen auf dieser Welt, um seine bösen Werke zu vollbringen. Aber denken wir immer daran, dass der Teufel im Hintergrund die Fäden zieht. So wird uns ganz deutlich im Brief des Paulus an die Epheser gesagt:

Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister unter dem Himmel. (Epheser 6, 12)

Der von Gott abgefallene Luzifer trägt den Namen Teufel oder Satan, was soviel heißt wie: Verleumder, Entzweier, Durcheinanderwerfer, Feind. 

Wir müssen nun etwas sehr Wichtiges erkennen und bedenken:

Der Böse kam nicht durch die Erschaffung Gottes in die Existenz, sondern durch einen freien Willensentschluss wurde aus einem von Gott geschaffenen Engel der Teufel, der böse Feind.
 

So haben wir jetzt die Frage beantwortet, wie unser böse Feind und somit das Böse in die Welt kam.

Doch wir haben jemanden, der all unseren Schmerz, all unsere Ängste, Sorgen und Nöte und auch die in uns wohnende Schwachheit versteht. Das ist unser geliebter Erlöser und Heiland Jesus Christus!

So wird uns ganz deutlich im Brief des Paulus an die Hebräer gesagt:

Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat. Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit. (Hebräer 4,15-16)

Gott kennt also unseren Schmerz. Er kennt alle unsere Ängste, Sorgen, Nöte und Probleme, aber Er kennt auch unsere Schwachheit und unsere Sünden, denn Gott ist durch Seinen Sohn Jesus Christus Mensch geworden. Jesus Christus hat als Mensch unsere schwache Gestalt angenommen. Er hat gelitten und Schmerzen durchlebt wie wir. Aber Jesus Christus hat in allen diesen Dingen niemals gesündigt!

Wir sollen also ermutigt werden, direkt zum Göttlichen Thron zu kommen - nur dort bekommen wir Hilfe in allen unseren Ängsten, Sorgen und Nöten. Nur dort finden wir Gnade, nur dort bekommen wir Barmherzigkeit. Dort, wo Jesus Christus, der Sohn Gottes, mit Gott, unserem Vater, und Gott, dem Heiligen Geist, für immer in aller Herrlichkeit thront und herrscht. 

Vergessen wir niemals, was der Barmherzige Jesus der Heiligen Schwester Faustina in einer Vision sagte:

" ... Die Strahlen Meiner Barmherzigkeit brennen Mich; Ich will sie über die Seelen der Menschen ergießen. O welchen Schmerz bereiten sie Mir, wenn sie die Annahme verweigern.
Meine Tochter, tue was in deiner Macht steht, um die Anbetung Meiner Barmherzigkeit auszubreiten. Was dir fehlt, werde Ich ergänzen. Sage der leidenden Menschheit, sie möge sich an Mein barmherziges Herz schmiegen und Ich will sie mit Frieden erfüllen.
Sage, Meine Tochter, dass Ich ganz Liebe und Barmherzigkeit bin. Wenn sich Mir eine Seele mit Vertrauen naht, erfülle ich sie mit so gewaltiger Gnade, dass sie diese Gnade nicht in sich selbst fassen kann und sie auf andere Seelen ausstrahlen wird." (Tagebuch 1074)


Schauen wir also in allen unseren Ängsten, Sorgen, Nöten und Problemen auf unseren geliebten Herrn Jesus Christus. Er ist doch nur Liebe und Barmherzigkeit. Bei Ihm werden wir alle Hilfe und jeden Trost finden. Bei Ihm, der Er der eingeborene Sohn Gottes ist. Und Gott ist unser Vater, der einen jeden uns mit einer unergründlichen und unermesslichen Liebe liebt. Vertrauen wir also auf die Barmherzigkeit Gottes, die sich in Jesus Christus offenbart hat. So können wir inmitten aller Stürme voller Hoffnung sagen:

                     Jesus, ich vertraue auf Dich!



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