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Montag, 10. Oktober 2016

Die 339. Wallfahrt zur Schwarzen Muttergottes von Benrath

Feierlicher Einzug der Schwarzen Muttergottes von Benrath

In diesem Jahr 2016, dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, fand die 339. Wallfahrt zur Schwarzen Muttergottes von Benrath in der Woche vom 2. Oktober bis zum 9. Oktober 2016 statt und stand unter dem Motto:

                              "Maria, Mutter der Barmherzigkeit"

Benrath ist ein südlicher Stadtteil der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf, der für das in den Jahren 1755 bis 1773 unter der Leitung von Nicolas de Pigage erbaute, barocke Schloss Benrath weltberühmt ist.

Schloss Benrath: Auf der Südseite des Corps de Logis versammeln sich die ersten Wallfahrer

Die Wallfahrtswoche wurde am 2. Oktober 2016 mit einem Pontifikalhochamt in der Wallfahrtskirche Sankt Cäcilia zu Düsseldorf-Benrath durch Seine Exzellenz Weihbischof emeritus Dr. Klaus Dick, Köln, feierlich eröffnet.

Höhepunkte eines jeden Tages der Woche waren die Wallfahrtshochämter um 19.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Sankt Cäcilia, die mit musikalischen Werken von Mozart, Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Gounod, Rutter und anderen Komponisten feierlich begangen wurden.

Festprediger waren am 2.10.2016 Seine Exzellenz Weihbischof emeritus Dr. Klaus Dick, Köln, am 03.10.2016 Pfarrer Klaus-Peter Vossen, Sankt Aposteln Köln, am 04.10.2016 Pfarrer Romano Christen, Direktor des Collegium Albertinum Bonn, am 05.10.2016 Monsignore Markus Bosbach, Direktor der Hauptabteilung Seelsorgebereiche im Erzbischöflichen Generalvikariat Köln, am 06.10.2016 Pfarrer Regamy Thillainathan, Leiter des Päpstlichen Werkes für Geistliche Berufe und Berufe der Kirche im Erzbistum Köln, am 07.10.2016 Pfarrer Fritz May, Schulseelsorger an den Erzbischöflichen Realschulen Theresienschule in Hilden und Liebfrauenschule in Ratingen, und am 8.10.2016 Pfarrer Monsignore Dr. Thomas Vollmer, Benrath-Urdenbach.

Der Höhepunkt und Abschluss der gesamten Wallfahrtswoche war jedoch wie jedes Jahr die Marienfeier am Schloss Benrath mit der anschließenden Lichterprozession um den Spiegelweiher des Schlosses und dem Sakramentalen Segen vor der Wallfahrtskirche Sankt Cäcilia.

Feierlicher Einzug

 Einzug der Schwarzen Muttergottes von Benrath zur Treppe der Südseite des Corps de Logis

In diesem Jahr beehrte Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, die Marienfeier und die Lichterprozession mit seinem Besuch, welche am Sonntagabend des 9. Oktober 2016 stattfanden.

Während der Marienfeier hielt Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki eine beeindruckende Festpredigt, in der er darlegte, wie die Allerseligste Jungfrau Maria durch ihr "Ja" zu Gott zur Mutter unseres geliebten Herrn Jesus Christus wurde. So bekräftigte Maria ihr "Ja" mit ihrer berühmten Antwort an den Erzengel Gabriel:

                                    "Ich bin die Magd des Herrn;
                 mir geschehe, wie du es gesagt hast."
                                                                                     (Lukas 1,38)

Ich war tief berührt, als uns Seine Eminenz aufforderte, es Maria gleich zu tun und Gott auch unser "Ja"  zu schenken und unser ganzes Leben völlig dem Herrn Jesus Christus zu übergeben. Er riet den zahlreichen Wallfahrern, sich doch wieder dem Angelusgebet, dem Engel des Herrn, zuzuwenden.

Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki während der Festpredigt der Marienfeier

Nach der Marienfeier wurde in einer feierlichen Lichterprozession um den Spiegelweiher des Schlosses gezogen.

Als sich die Prozession der weit über tausend Wallfahrer sich in Bewegung setzte, beteten die Wallfahrer den Rosenkranz und sangen das Wallfahrtslied zur Schwarzen Muttergottes von Benrath:

Bin dunkelfarben, wohl doch rein und schön!
So sang im Hohenlied die Königsbraut.
So kündet's hier durch lange Jahre
Laut Mariens liebes Bildnis vom Altar.
Das schwarze Bild, so hehr und wunderbar.
O klinge Lied, o Preisgesang ertön'
Und steige brausend zu des Himmels Höh'n.
Schwarz bist Maria Du, doch himmlisch schön.

Schwarz bist Maria Du, doch himmlisch schön!
So ward vor Zeiten uns dies Bild gebracht
Gleich wie ein Stern in dunkler Erdennacht.
Wie eine Rose voll von Segensduft,
Die uns vom Sündentod zum Heile ruft.
O Bild, was weckest Du so süß Getön'!
Vom Herzen klinget es zu Sternenhöh'n:
Schwarz bist Maria Du, doch himmlisch schön.
 
Schwarz bist Maria Du, doch himmlisch schön!
Im Himmel jauchzet Dir der Seligen Schar,
Die Erde bringt Dir Gold und Perlen dar.
Du bist die große, liebe Frau der Welt,
Nur Gott allein ist höher noch gestellt.
O lobet sie! Ihr Preisgesang ertön'
Von Ihrem Gnadenort zu Himmelshöh'n:
Schwarz bist Maria Du, doch himmlisch schön.


Die Lichterprozession beginnt
 
Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki
 
Kerzenlicht und Weihrauch
 
Die beleuchtete Schwarze Muttergottes von Benrath

Während der Lichterprozession wurde es langsam dunkel. Die Menschen zogen um den Spiegelweiher von Schloss Benrath, und im Wasser des Weihers spiegelten sich tausende Kerzen.
Immer wieder wurde gebetet und gesungen. Die Atmosphäre war voller Freude, Frieden und Glück.

Schon seit über 300 Jahren pilgern die Menschen zur Schwarzen Muttergottes von Benrath und beten das ihr gewidmete Gebet:

Schwarze Gottesmutter von Benrath!
Du hast in der Geschichte während großer Glaubenskrisen
durch Deine Fürbitte als Hilfe der Christen
den Glauben an Deinen Göttlichen Sohn retten und stärken geholfen.
Bitte auch jetzt Deinen Sohn, dass Er uns Kraft gebe,
Seine Botschaft wie Du demütig anzunehmen
und in einem Leben der Liebe auch in die Tat umzusetzen.
Nur so gelangen wir zu Ihm, Jesus Christus,
der mit dem Vater und dem Heiligen Geist als Gott lebt
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.

Der Schein unzähliger Kerzen spiegelt sich im Wasser des Weihers

Die beleuchtete Schwarze Muttergottes von Benrath
 
Freude im Glanz der Lichter

 
Im Hintergrund Schloss Benrath

 
Dann zogen die Pilger vom Schloss durch das abendliche Benrath zur Wallfahrtskirche Sankt Cäcilia. Viele Menschen am Wegesrand waren ergriffen von diesem gelebten Zeugnis des katholischen Glaubens in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.

Vor der Wallfahrtskirche Sankt Cäcilia wurde die 339. Wallfahrt zur Schwarzen Muttergottes mit dem feierlichen Sakramentalen Segen, den Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki den Gläubigen erteilte, beendet.

Vor dem Sakramentalen Segen an der Wallfahrtskirche
 
Vor der Wallfahrtskirche Sankt Cäcilia in Düsseldorf-Benrath

Nach dem Sakramentalen Segen durch Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki fand der Pilgerempfang im Cäcilienstift statt.

Es wurden Getränke und eine deftige Suppe gereicht.

Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßte einen jeden Pilger persönlich, und es gab so manches herzliche Gespräch.

Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßt jeden Wallfahrer herzlich
während des Pilgerempfangs

Ich möchte zum Abschluss den weisen Rat Seiner Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki an die Pilger aufnehmen, sich wieder dem Angelusgebet zuzuwenden. Daher möchte ich dieses Gebet, welches man auch Engel des Herrn nennt, meinen Leserinnen und Lesern mit dem Wunsch ans Herz legen, ihr ganzes Leben völlig unserem geliebten Erlöser und Retter Jesus Christus hinzugeben:

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.
 
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
 
Bitte für uns, heilige Gottesmutter, dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.
 
Lasset uns beten:
Allmächtiger Gott, gieße Deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, Deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.
 


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