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Mittwoch, 2. November 2016

Wohin führt Dein Lebensweg?

Allerheiligen auf dem katholischen Friedhof in Mülheim/Ruhr-Saarn


An Tagen wie dem Fest Allerheiligen und dem Fest Allerseelen gedenken viele Menschen ihren lieben Verwandten und Freunden, die bereits verstorben sind und sich in der Ewigkeit befinden. Sie schmücken die Gräber ihrer lieben Verstorbenen mit immergrünem Grabschmuck als Symbol für die Hoffnung und entzünden das sogenannte Seelenlicht als Symbol für das Ewige Leben.

Wenn man dann am ersten oder zweiten November abends über einen katholischen Friedhof geht, bietet sich dem Besucher ein beeindruckendes Bild von unzähligen roten und weißen Seelenlichtern.



Dabei kommt so mancher ins Grübeln und fragt sich, wohin wohl unser Lebensweg führt?

In jungen Jahren, wenn alle Möglichkeiten für ein schönes und erfolgreiches Leben offen stehen und uns eine helle Zukunft mit Freude und Glück zu erwarten scheint, denkt kaum einer daran, dass auch Leid, Krankheit und letztendlich der unausweichliche Tod auf einen jeden einzelnen von uns zukommen werden. 

Nein, an den eigenen Tod will niemand denken, und so ist es kein Wunder, dass der Tod in der westlichen Welt zu einem Tabu geworden ist, an den man keinen Gedanken verschwendet. Daher ist es für die meisten Menschen völlig unüblich geworden, sich auf den eigenen Tod vorzubereiten und über den Sinn des Lebens nachzudenken.

So verlassen wir am Tag unserer Geburt die Geborgenheit des Mutterschoßes und müssen nun mühsam lernen, unseren Lebensweg auf unseren eigenen zwei Füßen zu bewältigen. Vielleicht haben wir eine behütete Kindheit oder müssen schon als Kleinkind erfahren, wie kalt und lieblos, wie grausam und gefährlich diese Welt, auf der wir nun unseren Lebensweg zu gehen haben, sein kann.

Nach dem Kindergarten folgt der erste Schultag, und wir werden langsam erwachsen. Schon früh erfahren wir, dass unser ganzes Leben einem ständigen Wandel unterworfen ist. Freudvolle und weniger freudvolle Momente wechseln einander ab, unser Lebensweg gleicht oft einer Achterbahnfahrt mit einem ständigen auf und ab. Doch ein beständiges Glück und eine anhaltende Freude ist keinem auf seinem Lebensweg beschieden.

Wir suchen Freude und Glück, doch oft suchen wir an den falschen Stellen und fragen uns, was uns wohl Halt und Orientierung auf unserem Lebensweg geben könnte. Doch oft vertrauen wir den falschen Menschen und setzen auf die falschen Ideologien oder verrennen uns in eigene falsche Vorstellungen und Fantasien.

Wir machen die Erfahrung, dass Dunkelheit uns die Sicht auf unseren Lebensweg nimmt, und dass Stürme uns den Lebensweg versperren. Wir machen die Erfahrung, dass Unwissenheit, Ungeduld und Unlust uns auf dem Lebensweg behindern, und dass Enttäuschung, Angst und Mutlosigkeit unsere Schritte auf dem Lebensweg lähmen. 


Dann erleben wir die erste Liebe, und wir verspüren eine Ahnung von Eins-Sein und Glück. Doch weil wir es nicht gelernt haben, wie man bedingungslos liebt, zerbricht unser Glück und wir richten uns darauf ein, dass wohl eine anhaltende Freude und beständiges Glück auf unserem Lebensweg nicht zu finden sind.

Wir suchen Erfüllung im Beruf, in der Karriere und im Geldverdienen. Vielleicht meinen wir dann auch, dass wir uns Freude und Glück auf unserem Lebensweg durch Geld und Konsum erkaufen könnten. Doch irgendwann merken wir, dass uns all die schönen Dinge nur kurzzeitig befriedigen, und so muss schnell was Neues her, doch auch dann hält unser Glück nicht lange an.

Bald schon müssen wir von geliebten Menschen und Begleitern auf unserem Lebensweg Abschied nehmen. Unsere Eltern sterben, so mancher Freund oder Arbeitskollege wird unerwartet und viel zu früh aus dem Leben gerissen.  

Wir werden krank, vielleicht werden wir geschieden oder ein Unfall wirft uns aus der Bahn unseres Lebensweges. Beklemmung, Angst und Depressionen befallen uns. 

Die Frage nach dem Sinn des Lebens kommt plötzlich auf. Die Fragen "woher komme ich?", "warum bin ich hier", "wozu lebe ich?", welchen Sinn hat das alles?"  und "wohin gehe ich?" brennen auf einmal in uns.
 
Wir blicken immer öfter zurück, sehen unsere Fehler, unsere Misserfolge und falschen Entscheidungen und werden endlich nachdenklich und fragend, und wir wollen wirklich erfahren, wohin unser Lebensweg führt.
 
Oder wir wollen das Ziel unseres Lebensweges immer noch nicht sehen und fangen an, uns auf unserem Lebensweg zu betäuben mit Arbeit, Reisen, Sex, Alkohol, Drogen oder was einem sonst noch so einfällt.
 
Wir werden älter, unser Lebensweg wird mühsamer. Wir müssen immer öfter von lieben Gewohnheiten und Fähigkeiten Abschied nehmen. Unser jugendlicher Körper verfällt, wir stellen mit Schrecken fest, dass wir alt werden und uns die Schönheit und Kraft der Jugend verlässt. Vielleicht suchen wir uns jetzt eine neue, jüngere Partnerin oder einen neuen, jüngeren Partner. Oder wir vertrauen auf die Kunstgriffe der Schönheitschirurgen und lassen uns hier Fett absaugen und dort mit Botox die Falten wegspritzen.

Doch all unser Bemühen ist sinnlos, und wir werden immer älter und gehen unweigerlich dem Ende unseres Lebensweges entgegen.
 
Unser Lebensweg wird immer enger und wir ahnen, dass wir bald durch das dunkle Tor des Todes gehen müssen.

Doch wir wollen nicht loslassen und klammern uns an all die Menschen und Dinge in unserem Leben, die uns Halt auf unserem Lebensweg geben. Doch letztendlich haben wir keine Wahl, und so wird der Tod am Ende unseres Lebensweges unsere ureigene Erfahrung sein, die jeder einzelne von uns ganz alleine und ganz persönlich machen muss.


Dann wünschen wir uns jemanden, der uns über die Schwelle des Todes hilft, uns die Hand reicht und uns in der Stunde unseres Todes nicht allein lässt und sogar für uns betet.

Aber wann wird unser Tod sein, und was wird uns nach unserem Tod erwarten?

Erwartet uns dann das Nichts und die ewige Dunkelheit? Oder gibt es doch ein Leben nach dem Tod?

Wo werden wir dann sein, und was wird mit uns geschehen?

Wer wird dann auf uns warten, und wer wird uns empfangen? 

All diese Fragen stellen wir uns mit Angst und Bangen. Doch ein Mensch, der an unseren Herrn Jesus Christus glaubt und auf Ihn vertraut, der ist gewiss, dass sein Lebensweg ein sicheres Ziel hat, das jede Mühe wert ist und jede Anstrengung lohnt.

Und dieses Ziel unseres Lebensweges ist Gott!

So erinnere Dich immer daran, was Jesus Christus uns verspricht:

"Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an Mich! Im Haus Meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte Ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn Ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme Ich wieder und werde euch zu Mir holen, damit auch ihr dort seid, wo Ich bin. Und wohin Ich gehe - den Weg kennt ihr."

Thomas sagte zu Ihm:

"Herr, wir wissen nicht, wohin Du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?"

Jesus sagte zu ihm:

"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch Mich."

(Johannes 14,1 - 6)

Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben!


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