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Samstag, 31. Dezember 2016

Von guten Mächten wunderbar geborgen




Das Jahr 2016 geht nun zu Ende. Es hat uns Freude und Leid gebracht, sowohl in unseren privaten Lebensbereichen wie auch in den vielen Ereignissen in unserem Land und auf der ganzen Welt. Der Terrorismus wird immer bedrohlicher, der schreckliche Krieg in Syrien bewegt die Welt, aber auch die Gefahr eines noch größeren Krieges beunruhigt viele Menschen.

Was mag wohl das Jahr 2017 bringen?

Viele Menschen spüren, das vieles nicht mehr stimmt auf dieser Welt. Es liegt etwas Bedrohliches in der Luft. Das macht vielen Menschen Sorgen und Angst. Doch wir, die wir an den Herrn Jesus Christus glauben, wissen, dass Jesus Christus das Böse und den Tod bereits durch Seinen Kreuzestod und Seine Auferstehung besiegt hat. Gehen wir daher vollen Mutes in das neue Jahr 2017 und verkünden wir der leidenden Menschheit unseren geliebten Heiland Jesus Christus. Nur durch Jesus Christus werden die Menschen Errettung, Erlösung, Frieden und Heil finden.   

Das geistliche Gedicht "Von guten Mächten treu und still umgeben" wurde im Dezember 1944 von dem lutherischen Theologen Dietrich Bonhoeffer geschrieben, als Bonhoeffer aufgrund seines Widerstandes gegen die Schreckensherrschaft der Nazis in Gestapohaft saß. Es handelt sich dabei um seinen letzten erhaltenen theologischen Text vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg.

Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Schon früh erkannte Bonhoeffer das Dämonische in der Ideologie der Nazis und nahm deutlich Stellung gegen
die Judenverfolgung. Er engagierte sich in der Bekennenden Kirche, einer Oppositionsbewegung evangelischer Christen, und schloss sich schließlich 1938 dem Widerstand um Wilhelm Canaris an. 1940 erhielt Bonhoeffer von den Nazis Redeverbot und 1941 Schreibverbot. Am 5. April 1943 wurde er verhaftet. 

In der Haft schrieb Bonhoeffer am 19. Dezember 1944 einen Brief an seine Verlobte Maria von Wedemeyer, in dessen Beigabe sich das geistliche Gedicht "Von guten Mächten treu und still umgeben" als Weihnachtsgruß befand.

Das Gedicht wurde nach dem 2. Weltkrieg weltberühmt und als Kirchenlied mehrfach vertont. Heute wird das Lied nicht nur in Gottesdiensten der Evangelischen Kirche, sondern auch in Heiligen Messen der Katholischen Kirche gesungen. Besonders häufig wird das Lied zum Jahreswechsel angestimmt.

Der Text Bonhoeffers spendet vielen Menschen Trost, weil er wie kein anderer die Schrecken des Bösen in der Welt und die Schrecken von Krieg, Folter, Tod und Naziherrschaft ausdrückt, und doch Hoffnung schenkt, nämlich die eine Hoffnung, die nur unser Herr Jesus Christus erfüllen kann. Hier ist der Text:


Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr;

noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das Du uns geschaffen hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern,
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann woll'n wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen!
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.


In der Morgendämmerung des 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer, Theologe, Widerstandskämpfer und Märtyrer des Christlichen Glaubens, durch Erhängen von den Nazis hingerichtet. Doch durch seinen Glauben an den Herrn Jesus Christus und durch seinen Mut im Kampf gegen die dämonische Schreckensherrschaft der Nazis wurde er vielen Menschen ein Vorbild und bleibt daher unvergessen.

Beschließen wir also das Jahr 2016, indem wir Gott für Seine uns erwiesenen Wohltaten danken und bitten wir Gott um Seinen Segen für das neue Jahr 2017. Und denken wir gerade auch in schweren Stunden immer daran:

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

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