Translate

Donnerstag, 2. Februar 2017

Jesus Christus ist das Licht der Welt

Darstellung des Herrn (Hans Holbein der Ältere, 1501)

Am heutigen Tag, 40 Tage nach Weihnachten, feiert die Katholische Kirche das Fest

 "Darstellung des Herrn".

Die Symbolzahl 40 erscheint in der Bibel immer dann, wenn es sich um Zeiten der Reinigung und der Vorbereitung handelt. So dauerte die Sintflut 40 Tage und Nächte, und 40 Jahre zog das aus der ägyptischen Knechtschaft befreite Volk Israel durch die Wüste, bevor es das gelobte Land betreten durfte. Und auch unser geliebter Herr Jesus Christus verbrachte 40 Tage und Nächte der Prüfung in der Wüste und widerstand dort den Versuchungen des Teufels, bevor Er öffentlich zu wirken begann. 

Früher hieß das Fest

"Mariä Lichtmess",

bevor es 1969 in "Darstellung des Herrn" umbenannt wurde, um den biblische Ursprung des Festes zu betonen. Es ist eine Jahrhunderte alte Tradition, dass an diesem Fest die Kerzen geweiht werden, die man für das ganze Jahr benötigt. So wurden Wachsmärkte, eben Licht(er)messen durchgeführt, und daher kommt auch der Name "Mariä Lichtmess". 

Früher galt auch Mariä Lichtmess als das Ende der Weihnachtszeit. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil endet heutzutage die Weihnachtszeit am Fest "Taufe des Herrn", welches am ersten Sonntag nach dem Hochfest "Erscheinung des Herrn" am 6. Januar gefeiert wird.  Noch heute bleiben aber trotzdem in vielen katholischen Kirchen und in vielen katholischen Familien der Christbaum und die Krippe bis "Mariä Lichtmess" stehen. Auch ich halte es so in meiner Wohnung.

Das Fest selbst geht auf folgendes Ereignis im Leben Jesu Christi zurück:

Wie es für jede jüdische Familie Brauch ist, wird Jesus als der erstgeborene Sohn 40 Tage nach Seiner Geburt von der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria und Seinem Ziehvater, dem Heiligen Josef, in den Tempel nach Jerusalem gebracht. Dort wird Jesus Gott geweiht, was bedeutet, dass Er Gottes Eigentum ist. Im Tempel kommt es zur Begegnung mit dem Propheten Simeon und der Prophetin Hannah, die schon viele Jahre ihren Dienst im Tempel versieht. Simeon wartet mit Geduld und Sehnsucht, gesetzestreu und gottesfürchtig auf die Ankunft unseres geliebten Herrn. Als Maria und Josef das Kind bringen, erkennt Simeon voller Freude in Jesus den langersehnten Messias, den Retter und Erlöser aller Völker. So preist Simeon Jesus als das Licht der Welt:

„Nun lässt Du Herr, Deinen Knecht, wie Du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das Du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für Dein Volk Israel.“

(Lukas 2, 29 - 32)

Auch die Prophetin Hannah lobt und preist voller Freude Gott, als sie Jesus erblickt. Daraufhin erzählt sie allen Menschen, die ebenfalls sehnsüchtig auf die Erlösung Jerusalems harren, von Jesus als dem Messias.

Die komplette Geschichte ist im Lukasevangelium 2,22-40 nachzulesen.


Loben und preisen auch wir Gott für das große Geschenk, das Er uns in Jesus Christus gemacht hat und folgen wir Jesus Christus nach, der spricht:
 

„Ich bin das Licht der Welt; wer Mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“
(Johannes 8,12)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen