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Donnerstag, 30. März 2017

In Gottes Heiligem Willen liegt unser ganzer Trost

Selige Schwester Maria Restituta Kafka

Heute ist der katholische Gedenktag der Seligen Märtyrerin Schwester Maria Restituta Kafka, die am 30. März 1943 von den Nazis im Wiener Landesgericht durch Enthauptung hingerichtet wurde. Im Bistum Wien ist ihr Gedenktag der 29. Oktober, also der Tag, an dem Schwester Maria Restituta Kafka 1942 wegen "landesverräterischer Feindbegünstigung  und Vorbereitung zum Hochverrat" vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt wurde.

Schwester Maria Restituta Kafka wurde mit dem bürgerlichen Namen Helene Kafka am 1. Mai 1894 in Hussowitz bei Brünn geboren. Der Ort gehörte damals zu Österreich-Ungarn, heute ist Husovice ein Stadtteil von Brno in Tschechien. 

Helene war das sechste von sieben Kindern des Schuhmachergehilfen Anton Kafka und seiner Frau, der Blütenmacherin Maria Kafka. Als Helene 2 Jahre alt war, zog die in Armut lebende Familie nach Wien, um dort ein besseres Leben zu führen.

Schon früh verspürte Helene den Ruf unseres geliebten Heilandes Jesus Christus in sich, Bräutigam Christi und somit Nonne zu werden. Gegen den Willen der Eltern trat Helene im Alter von 19 Jahren in den Orden der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe, den so genannten Hartmannschwestern, ein und erhielt den Ordensnamen Maria Restituta.

Viele Jahre arbeitete Schwester Maria Restituta als Operationsschwester in dem Mödlinger Krankenhaus in der Nähe von Wien. Dort erhielt sie den Spitznamen Schwester "Resoluta", da sie ihren Liebesdienst an den Menschen in selbstloser Hingabe und tiefem Gottvertrauen aus großer Liebe zu Jesus Christus und ihren Mitmenschen verrichtete. 

Als die Nazis Österreich an das Deutsche Reich anschlossen, zeigte Schwester Maria Restituta deutlich, was sie von diesem menschenverachtenden Regime hielt. So nahm sie im Jahre 1940 in den Zimmern des Mödlinger Krankenhauses die Hakenkreuze von den Wänden und hängte dort statt dessen Kruzifixe auf. Maria Restituta ließ sich auch ihre regimekritische Meinung nicht verbieten, und so kam es dann, dass sie von dem SS-Arzt Lambert Stumfohl denunziert wurde, als sie eine Sekretärin bat, ein Gedicht gegen das "braune Sklavenreich" und ein Flugblatt der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" abzutippen.

Am 18. Februar 1942 wurde sie von der Gestapo im Operationssaal des Mödlinger Krankenhauses verhaftet. Bei einem Verhör der Gestapo durch den berüchtigten und brutalen Henkersknecht Franz Punz wurde sogar ihr Habit zerrissen. Doch ihre große Liebe zu Jesus Christus und ihren tiefen Glauben konnten ihr die Nazischergen nicht nehmen.

So schrieb die Selige Schwester Maria Restituta Kafka am 28. Februar 1943, vier Monate nach ihrer Verurteilung zum Tode, aus dem Gerichtsgefängnis:

"Ich warte jeden Tag, ob mein Kreuzweg bald die Höhe Kalvarias erreicht oder ob der liebe Gott es anders beschlossen hat. Doch ob so oder so, sein heiliger Wille geschehe. In diesem seinem heiligen Willen liegt mein ganzer Trost, und täglich sage ich aufs neue "ja Vater", und es geht alles gut."
 

Heute vor 74 Jahren gab die Selige Schwester Maria Restituta Kafka ihr Leben für ihren aufrechten Glauben an unseren Herrn und Gott Jesus Christus. Die Nazis ermordeten die Selige, indem sie Schwester Maria Restituta mit der Guillotine enthaupteten.

Der Heilige Papst Johannes Paul II. sprach Schwester Maria Restituta Kafka am 21. Juni 1998 während seines Besuches in Österreich selig.

Die Straße, an dem das heutige Landesklinikum Mödling liegt, trägt seit 1995 den Namen "Schwester-Maria-Restituta-Gasse". Im Krankenhaus erinnert ein Gedenktafel an die Selige, außerdem wurde 2006 ein Stolperstein zu ihrem Gedenken in der Schwester-Maria-Restituta-Gasse verlegt.


1 Kommentar:

  1. Soeben in die kath. Bloggerliste eingebaut.
    HERZLICH WILLKOMMEN !
    www.bloggerliste.blogspot.de

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