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Montag, 14. August 2017

Die Unbefleckte Jungfrau Maria wird den Kopf der höllischen Schlange zertreten

Der Heilige Maximilian Maria Kolbe
im Konzentrationslager Auschwitz

Am heutigen Tage feiert die Katholische Kirche den Gedenktag des Heiligen Maximilian Maria Kolbe, eines franziskanischen Ordenspriesters und Märtyrers , der 1941 von den Nazis in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurde, wo er sein eigenes Leben für das Leben eines Mithäftlings hingab, indem er für diesen in den Hungerbunker ging und dort nach qualvollen Tagen des Hungers am 14. August 1941 durch eine Giftspritze ermordet wurde.

Der Heilige wurde am 7. Januar 1894 in Zduńdska Wola bei Lódz in Polen geboren und trug
den Taufnamen Rajmund Kolbe. Sein Vater war der deutschstämmige Weber Julius Kolbe, seine Mutter war die polnische Hebamme Maria Dabrowska. Julius Kolbe kämpfte für die Befreiung Polens von der zaristischen russischen Herrschaft und wurde deshalb von den Russen hingerichtet. Maria Dabrowska trat nach dem Tod ihres Mannes in den Orden der Benediktinerinnen ein. 

Im Alter von 17 Jahren trat Rajmund Kolbe in den Orden der Minderen Brüder in Lemberg ein und erhielt den Ordensnamen Maximilian Maria. 1918 wurde er in Rom zum Priester geweiht.

Der Heilige Pater Maximilian Maria Kolbe war Zeit seines Lebens ein großer Verehrer der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria.

Aufgrund dieser großen Marienverehrung förderte er die Verbreitung der "Wundertätigen Medaille", die auf eine Vision der Heiligen Katharina Labouré zurückgeht (siehe hier auf diesem Blog: Katharina Labouré und die Wundertätige Medaille ).

Wegen seiner großen Liebe zur Muttergottes gründete er auch mit anderen Franziskanern 1917 in Rom die Ritterschaft der Unbefleckten Empfängnis (Milita Immaculatae) als Gebetsgemeinschaft für die Bekehrung der Sünder und Häretiker, für die Heimholung der Schismatiker und der Juden, besonders aber für die Bekehrung der Freimaurer.

So sagte der Heilige Maximilian Maria Kolbe über die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria:

"Es gibt viel Böses in der Welt,
aber vergessen wir nicht,
dass die Unbefleckte Jungfrau Maria dennoch viel stärker ist!
Sie wird den Kopf der höllischen Schlange zertreten!"

1930 ging der Heilige als Missionar nach Japan, wo er Verlage, Missionsstationen und klösterliche Gemeinschaften gründete.

1936 kehrte er nach Polen zurück, wo er in der Stadt Niepokalanów bei Warschau ein Missionszentrum aufbaute.

Am 14. Februar 1941 wurde der Heilige Maximilian Maria Kolbe von den Nazis verhaftet und in das Konzentrationsager Auschwitz deportiert, weil er in Niepokalanów 2300 Juden und anderen polnischen, ukrainischen und griechisch-katholischen Flüchtlingen Zuflucht gewährt hatte.

Im Konzentrationslager Auschwitz wirkte der Heilige für seine Mithäftlinge weiter als Priester, betete mit ihnen, tröstete und stärkte sie. 

Im Juli 1941 wurden bei einem Appell vor dem Leiter des Häftlingslagers Karl Fritzsch zehn Männer selektiert, die als Strafaktion wegen der Flucht eines Gefangenen in den Hungerbunker eingeschlossen werden sollten. Einer dieser zehn Männer war der Häftling Franciszek Gajowniczek, der ein Familienvater von zwei Söhnen war. Er brach in lautes Wehklagen aus, welches tiefes Mitgefühl im Herzen von Maximilian Kolbe hervorrief. So bat der Heilige den Leiter des Häftlingslagers, doch anstelle dieses Häftlings in den Hungerbunker gehen zu dürfen. 

Der Leiter des Häftlingslagers stimmte zu, und so wurde der Heilige Maximilian Maria Kolbe am 31. Juli 1941 in den Hungerbunker gesperrt, wo er vierzehn lange Tage qualvollen Hunger litt. Während dieser Zeit betete und sang der Heilige für seine Leidensgenossen. Als er am 14. August 1941 noch immer am Leben war, ermordete ihn der Funktionshäftling Hans Bock auf Anordnung der Lagerleitung mit einer Giftspritze.

Am 10. Oktober 1982 wurde Pater Maximilian Maria Kolbe vom polnischen Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Franciszek Gajowniczek, der das Konzentrationslager Auschwitz aufgrund der Aufopferung des Heiligen überlebt hatte, war bei der Heiligsprechung auf dem Petersplatz in Rom dabei.

"Ich bin die Unbefleckte Empfängnis"

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