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Donnerstag, 5. Oktober 2017

Gott ist Liebe und Barmherzigkeit




Heute ist der Festtag der Heiligen Schwester Maria Faustina Kowalska. 

Das weltberühmte Gnadenbild des Barmherzigen Jesus entstand nach einer Vision dieser polnischen Nonne und Heiligen, der Schwester Maria Faustina vom Allerheiligsten Sakrament, so wie ihr vollständiger Ordensname lautet. 

Sie schreibt am 22. Februar 1931 in ihr Tagebuch:

Am Abend, als ich in der Zelle war, erblickte ich Jesus, den Herrn, in einem weißen Gewand. Eine Hand war zum Segnen erhoben, die andere berührte das Gewand auf der Brust. Von der Öffnung des Gewandes an der Brust gingen zwei große Strahlen aus, ein roter und ein blasser. Schweigend betrachtete ich den Herrn; meine Seele war von Furcht, aber auch von großer Freude durchdrungen. Nach einer Weile sagte Jesus zu mir:

"Male ein Bild, nach dem, das du siehst, mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich. Ich wünsche, dass dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle, dann auf der ganzen Welt.
Ich verspreche, dass jene Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verlorengeht. Ich verspreche auch, hier schon auf Erden, den Sieg über Feinde, besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen, wie Meine Ehre."

Helena Kowalska wurde am 25. August 1905 in dem Dorf Glogowiec in Polen als drittes Kind ihrer Eltern, den armen, aber frommen Bauern Marianna und Stanislaw Kowalski, geboren.

Schon früh zeigte sich bei Helena eine große Neigung zum Gebet.

Sie erfuhr ihre Berufung zu einem geweihten Leben im frühen Alter von sieben Jahren.
Mit neun Jahren empfing sie  im vollen Bewusstsein der Göttlichen Gegenwart Jesu Christi zum ersten Mal die Hl. Kommunion. Freudig nahm sie Jesus in ihr Leben auf.

Sie hegte einen großen Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Doch ihre Eltern lehnten diesen Wunsch ab, und so arbeitete sie zunächst als Dienstmädchen, um ihre Eltern finanziell zu unterstützen.         

Doch nach einer Vision des leidenden Jesus Christus, der nach ihr rief, gab sie ihre Arbeit auf und nahm eine neue Stelle in Warschau an, um die Aussteuer für den Eintritt in ein religiöses Leben zusammenzubekommen.

Am 1. August 1925 trat sie in den Orden der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit ein und bekam den Namen Schwester Maria Faustina vom Allerheiligsten Sakrament.

Sie arbeitete als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin in vielen Klöstern des Ordens und wurde in Warschau, Krakau, Plock und Vilnius eingesetzt.


Schwester Faustina führte ein tief mystisches Leben und war mit vielen außergewöhnlichen Gnadengaben gesegnet. Sie hatte Visionen, Offenbarungen und die Gabe der Prophetie.       
                
Sie führte jedoch ein bescheidenes, demütiges und hingebungsvoll religiöses Leben.

Sie schreibt am 24. April 1937 in ihr Tagebuch:

Während der heutigen Meditation gab Gott mir innere Erleuchtung und das Verständnis der Heiligkeit und worauf diese beruht. Obwohl ich das in Vorträgen häufig gehört hatte, versteht die Seele doch anders, als wenn sie durch Gottes Licht, von dem sie erhellt wird, erkennt.
Weder Gnaden, noch Eingebungen, noch Entzückungen, wie auch andere verliehene Gnaden machen die Seele vollkommen, sondern nur die innere Vereinigung meiner Seele mit Gott. Die Gaben sind lediglich Schmuck für die Seele, aber bilden sie weder ihren Inhalt noch die Vollkommenheit. Meine Heiligkeit und Vollkommenheit beruht auf der engen Vereinigung meines Willes mit dem Willen Gottes. Gott tut unserem Willen niemals Gewalt an. Es hängt von uns ab, ob wir Gottes Gnade annehmen wollen oder nicht; ob wir mit ihr zusammen wirken wollen oder sie aber vergeuden.

Durch die Erkrankung an Tuberkulose, welche ihre Lungen und andere Organe in Mitleidenschaft zog, durchlief sie Perioden großen körperlichen und seelischen Leidens, welche sie in inniger Verbindung mit Jesus durchlebte und zur Erlösung der Sünder aufopferte.

Gott machte die Hl. Faustina zu Seiner Zeugin, Seiner Sekretärin und Seiner Apostelin der Barmherzigkeit für die ganze Welt.

Sie schreibt am 30. Januar 1938 in ihr Tagebuch: 

Heute hörte ich die Worte:

"Im Alten Testament habe Ich zu Meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt. Heute sende Ich dich zu der ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit. Ich will die wunde Menschheit nicht strafen, sondern sie gesundmachen, sie an Mein barmherziges Herz drücken. Von Strafen mache Ich Gebrauch, wenn sie Mich selbst dazu zwingen; Meine Hand greift nicht gern nach dem Schwert der Gerechtigkeit. Vor dem Tage der Gerechtigkeit sende Ich den Tag der Barmherzigkeit."

Von 1934 an schrieb sie auf Anraten ihres Beichtvaters, des Priesters Prof. Michal Sopocko, und auf Jesu Christi persönliche Bitte alles nieder, was dieser ihr mitteilte.

Sie schreibt am 8. Mai 1938 in ihr Tagebuch: 

Und Jesus sagte mir:

"Sekretärin Meines tiefsten Geheimnisses, wisse, dass du in ausschließlicher Vertraulichkeit mit Mir bist. Du hast die Aufgabe, alles aufzuschreiben, was Ich dich über Meine Barmherzigkeit erkennen lasse und zwar zum Nutzen der Seelen, die diese Schriften lesen. Sie erfahren in ihrer Seele Trost und Mut, sich Mir zu nähern. Deshalb ist es Mein Wunsch, dass du alle Freizeit dem Schreiben widmest."

Auf diese Weise benutzte Jesus Christus die Hl. Faustina, um die Botschaft von Seiner unermesslichen Göttlichen Barmherzigkeit in der Welt zu verbreiten.

Heute hat diese Botschaft Seiner Göttlichen Barmherzigkeit unzählige Menschen in der ganzen Welt ergriffen - und so auch mich!

Ein tiefes Vertrauen in diese Barmherzigkeit Jesu Christi hilft uns, unser Leben in Nächstenliebe und missionarischem Eifer zu leben.

Die Verehrung des Barmherzigen Jesus, das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit, der Rosenkranz der Göttlichen Barmherzigkeit, das Gebet zur dritten Stunde und die Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit sind wunderbare Mittel, die uns helfen, ein solches Leben zu verwirklichen - und sie sind uns von Jesus Christus persönlich geschenkt!

Die Hl. Faustina verstarb am 5. Oktober 1938 im Alter von 33 Jahren in Krakau an Tuberkulose.

Das Verfahren zu ihrer Seligsprechung wurde 1968 eingeleitet und 1992 vollendet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 30. April 2000 in Rom heilig und eröffnete gleichzeitig mit der Verkündigung des Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit für die ganze Kirche einen neuen Gnadenstrom. Dieser Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit findet jetzt immer am ersten Sonntag nach Ostern statt.

Die sterblichen Überreste der Hl. Faustina  ruhen im Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau-Łagiewniki. 

Das oben gezeigte Video zeigt die Feierlichkeiten zu ihrem Festtag am 5. Oktober 2016 im Kloster zu Krakau-Łagiewniki. 


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