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Montag, 29. Januar 2018

Ein Besuch im Johannes-Paul-II.-Heiligtum "Fürchtet Euch nicht!"

Skulptur des Heiligen Johannes Paul II.


In Sichtweite des Heiligtums der Göttlichen Barmherzigkeit zu Krakau-Łagiewniki wurde in den letzten Jahren das beeindruckende Johannes-Paul-II.-Heiligtum "Fürchtet Euch nicht!" errichtet. Das Heiligtum besteht aus einer imposanten Basilika mit Aussichtsturm, sowie aus einem Museum, einem Konferenzzentrum, einem Exerzitienzentrum, einem Pilgerhaus und einem Hotel.

Dieses Heiligtum ist eine Ehrerbietung für den heiliggesprochenen polnischen Papst, aber auch ein Aufgreifen des geistigen Erbes, welches Johannes Paul II. seinen Landsleuten und der Menschheit hinterlassen hat.

Und da Johannes Paul II. auch untrennbar mit der Mission der Heiligen Schwester Faustina zur weltweiten Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit verbunden ist, passt die räumliche Nähe zwischen beiden Heiligtümern natürlich ausgezeichnet.

So machte ich mich mit meiner lieben Schwester auf, auch dieses Heiligtum auf unserer Pilgerreise zum Gnadenbild des Barmherzigen Jesus in Krakau zu besuchen.


Auf dem Weg vom Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit zum Johannes-Paul-II.-Heiligtum


Acht Jahre nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. wurde am 23. Juni 2013 im polnischen Krakau die weltweit größte Gedenkkirche für ihn feierlich eingeweiht. Dazu sagte der Krakauer Kardinal Stanisław Dziwisz:

"Das Johannes-Paul-II.-Heiligtum ist vor allem ein Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Gott für den einzigartigen Sohn der polnischen Nation."

Vor seiner Wahl zum Papst war Karol Wojtyła von 1964 bis 1978 ebenfalls Erzbischof von Krakau gewesen. Die Basilika und das ebenfalls zu Ehren des früheren Kirchenoberhauptes errichtete Papstheiligtum "Habt keine Angst!" gehören zu den bedeutendsten kirchlichen Neubauten in Polen seit Jahrzehnten. Das Heiligtum wurde auf dem Gelände des ehemaligen Sodawerkes "Solvay" an einem Ort errichtet, der symbolisch mit den Jugendjahren von Karol Wojtyła verbunden ist. Und es fügte sich, dass dieses Gelände in unmittelbarer  Nähe zum Kloster der Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit zu Krakau-Łagiewniki liegt.

Obwohl der Heilige Papst Johannes Paul II. niemals die Heilige Schwester Faustina getroffen hat, so ist er doch untrennbar mit ihrer Mission zur weltweiten Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit verbunden, indem er sie selig- und heiligsprach und auch das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit am ersten Sonntag nach Ostern einführte, ganz so wie es der Wunsch Jesu gewesen war, den unser Heiland der Heiligen Schwester Faustina in Visionen übermittelt hatte.

Die imposante Basilika mit dem italienisch anmutenden hohen Aussichtsturm

So sagte Kardinal Stanisław Dziwisz über den Bau dieses Heiligtums:

"Wir möchten das Erbe Johannes Paul II. kreativ entwickeln, in seinem Lichte neuen Herausforderungen die Stirn bieten und es den nächsten Generationen weitergeben. Das Zentrum ist kein Denkmal, sondern ein wichtiger Ort der Begegnung mit der Person Johannes Paul II., mit seinem Denken, seinem Geist, seiner Heiligkeit."



Zur Basilika führt eine Bronzetür, an der der Heilige Johannes Paul II. in Begleitung von Personen, die er selig- oder heiliggesprochen hat, abgebildet ist.  




In den Innenräumen der beeindruckenden Basilika dominiert Stein und architektonischer Beton. Am Hauptaltar und an Seitenwänden können Mosaik-Dekorationen des slowenischen Künstlers V. Marko Ivan Rupnik bewundert werden, der auch Mosaiken in der Krypta der neuen Kirche in San Giovanni Rotondo in Italien geschaffen hat.


Beeindruckende Mosaiken am Hauptaltar der Basilika

Die Reliquien des Heiligen Johannes Paul II. wurden in der Reliquienkirche unter der Basilika gebettet.

Gemälde des Heiligen Johannes Paul II. in der Basilika

In der Basilika ist auch das blutbefleckte Papstgewand ausgestellt, das Johannes Paul II. trug, als der türkische Rechtsextremist Mehmet Ali Agca aus nächster Nähe mindestens zwei Pistolenschüsse auf ihn abfeuerte, während Johannes Paul II. im offenen Papamobil auf dem Weg zur Generalaudienz in langsamer Fahrt die auf dem Petersplatz versammelte Menschenmenge passierte. Eine Kugel traf Johannes Paul II. an der linken Hand und an der Schulter, eine zweite drang in seinen Unterleib ein. Da Johannes Paul II. sofort in das Gemeli-Krankenhaus gebracht wurde, konnten die Ärzte sein Leben durch eine fünfstündige Operation, bei der ein Stück des perforierten Darms entfernt wurde, retten. 

Das Gewand, welches Johannes Paul II. am Tag des Attentats trug, und
das mit seinem beim Attentat vergossenen Blut befleckt ist

Meiner Schwester und mir gefiel dieses Heiligtum außerordentlich. Es ist ein würdiges Zentrum zum Andenken an diesen großen Papst.

Ich kann einen Besuch dieses Heiligtums nur empfehlen. 



Bild an der Außenwand der Basilika mit Papst Benedikt XVI.


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