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Sonntag, 27. Mai 2018

Besuch des Einkehrtages in der Klosterbasilika Knechtsteden

Blick auf die Basilika Knechtsteden

Am Samstag, den 26. Mai, besuchte ich zum ersten Mal den Einkehrtag in der Klosterbasilika Knechtsteden. 

Es war ein strahlend schöner Tag, der Himmel war tiefblau und die Sonne schien über der beeindruckenden Klosteranlage Knechtsteden im rheinischen Dormagen. Schon von Ferne konnte ich die hohen Türme der Basilika erblicken, die von 1138 bis 1181 im romanischen Stil als Stiftskirche der Prämonstratenserabtei Knechtsteden errichtet worden ist.

Torhaus des Klosters Knechtsteden

Als ich das imposante Torhaus des Klosters Knechtsteden durchschritt, wurde ich ganz in den Bann dieser schönen Klosteranlage gezogen. Die gesamte Anlage befindet sich in einem Naturschutzgebiet, von Wäldern und Feldern umgeben. Kloster Knechtsteden ist eine ehemalige Prämonstratenserabtei aus dem 12. Jahrhundert. Heute leben dort keine Mönche mehr, denn diese wurden 1802 vertrieben. Das Kloster fiel nämlich der Säkularisation zum Opfer und wechselte mehrmals den Besitzer.  

1895 zog die Ordensgemeinschaft der Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist - die Spiritaner - in Knechtsteden ein. Die Spiritaner errichteten dort ein Missionszentrum, ein Gymnasium mit Internat und eine philosophisch-theologische Hochschule für die Ausbildung der Priestermissionare. Es wurden immerhin rund 1000 Missionare von hier aus in die weite Welt gesandt. 1966 wurde jedoch die Hochschule geschlossen, so dass heute im sogenannten Missionshaus nur noch 26 Ordensleute leben. Einige verbringen hier ihren Lebensabend, und andere versehen den pastoralen Dienst in der Basilika, in der sie jeden Morgen um 7.00 Uhr die Laudes und anschließend eine Heilige Messe und abends um 18.00 Uhr die Vesper feiern.

Das Klostergebäude in Knechtsteden

Der Innenhof des Klosters

Die Basilika erhielt 1974 den päpstlichen Titel "Basilika minor", da die romanische, doppelchörige Gewölbebasilika mit Ost- und Westchor eine herausragende kunstgeschichtliche Bedeutung hat und eine Jahrhunderte alte Wallfahrtsgeschichte zum Gnadenbild "Not Gottes" aufweist.

Die Klosterbasilika aus Blickrichtung Süden

Als ich die Basilika betrat, fiel mir im Apsisgewölbe des Westchors das Fresko auf, welches aus der Zeit um 1150/60 stammt und unseren Herrn Jesus Christus als Pantokrator zeigt. Diese Malerei macht die Basilika so kunstgeschichtlich bedeutsam.

Jesus Christus thront als Pantokrator in der Apsis des Westchores

Umgeben ist unser Heiland Jesus Christus von den vier Evangelistensymbolen und links vom Heiligen Apostel Paulus als Lehrer der Völker und rechts vom Heiligen Apostel Petrus als Fürst der Apostel. Unter Christus sind zwischen den Fenstern die übrigen Apostel dargestellt.

Ansicht des Westchores

Das Gnadenbild von Knechtsteden, das aus dem 14. Jahrhundert stammt, befindet sich am südwestlichen Vierungspfeiler und ist im Volksmund unter der Bezeichnung "Not Gottes" bekannt. Die Pièta zeigt Maria mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß und zählt zu den ältesten Gnadenbildern dieses Typs im Rheinland. Bis in unsere heutige Zeit ist es das Ziel unzähliger Pilger.

Das Gnadenbild von Knechtsteden
Dann nahm ich am Einkehrtag teil, der in dieser wunderschönen Basilika stattfand. Weit über 100 Menschen waren gekommen. Es herrschte eine feierliche Atmosphäre in der Kirche. 

Zunächst beteten wir den Rosenkranz, der zwischen den Gesätzen mit wunderbarer Musik umrahmt wurde. Es gab Augenblicke der stillen Anbetung unseres Retters und Erlösers Jesus Christus, der im Allerheiligsten anwesend war. Dann wurde eine Heilige Messe gefeiert. Die Auswahl der Lieder war sehr beeindruckend, und berührte mich tief. Während des gesamten Morgens gab es die Möglichkeit zur Heiligen Beichte. Nach der Heiligen Messe wurde mit der Monstranz, in der das Allerheiligste zur Anbetung ausgestellt worden war, jedem Teilnehmer des Einkehrtages ein Einzelsegen erteilt.

In der Mittagspause bestand die Möglichkeit, in der Klosterstube ein schmackhaftes Mittagessen einzunehmen.

Nach der Mittagspause gab der Vorsitzende der

Gedenk- und Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus

Sonnenstr. 78

40227 Düsseldorf

Telefon: 0211 - 879 615 39


Herr Hermann-Josef Müller sein persönliches Zeugnis ab. Der Titel seines Vortrages lautete:


Mein Nahtoderlebnis und das neue Leben mit Jesus

Hermann-Josef Müller hatte am 9.Dezember 2004 während eines Nahtoderlebnisses eine Begegnung mit Jesus Christus. Bei seinem letzten Herzschlag stand der Barmherzige Jesus vor ihm. Diese Begegnung mit unserem Herrn Jesus Christus veränderte das Leben von Herrmann-Josef Müller für immer, und in der Folge brach seine private, berufliche und wirtschaftliche Welt völlig zusammen. Seit 13 Jahren lebt Hermann-Josef Müller nun mittellos als Bettler für den Herrn Jesus Christus.

Am 15. März 2005 zeigte ihm Jesus dreieinhalb Stunden lang Seinen Kreuzestod wie in einem Film an der Wand.

Danach konnte Hermann-Josef Müller nur noch, ob gelegen oder ungelegen, von Jesus Christus erzählen und verteilte bis heute über 1,4 Millionen wunderbare Medaillen der Heiligen Mutter Gottes und Bildnisse des Barmherzigen Jesus.

Seitdem hat er immer wieder Heiligenerscheinungen und Schauungen. 

Am 1. März 2012 sagte ihm eine innere Stimme, dass er eine Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus begründen solle. In einer Vision bekam er als Antwort auf seine Zweifel den eindeutigen Hinweis, dass die Gebetsstätte auch ohne eigene Mittel verwirklicht werden könne, da er selbst völlig mittellos war und ohne feste Einkünfte lebte und auch heute noch lebt.

Ja, die Vögel des Himmels, sie säen nicht, ernten nicht, aber der Himmlische Vater ernährt sie doch!

Hermann-Josef Müller setzte daraufhin am 17. März 2012 eine kleine Anzeige in die Rheinische Post, in der er nach Räumlichkeiten suchte.

Er mietete voller Gottvertrauen und unter größten Schwierigkeiten und Widerständen eine leerstehende Gaststätte in der Sonnenstr. 78 in Düsseldorf an, die viereinhalb Jahre nicht vermietbar gewesen war, ohne zu wissen, wie er die teuren Mittel würde bewältigen können.

Und das Wunder geschah:

Aus dem Nichts heraus und völlig ohne eigene Mittel gründete Hermann-Josef Müller die Gedenk- und Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus, und es fanden sich großzügige und tiefgläubige Spender, die die Einrichtung dieser herrlichen Räumlichkeiten finanzierten.

Jesus zeigte ihm in Visionen, wie Er Seine Gebetsstätte haben wollte, und der Herr sorgte innerhalb von Monaten für Spenden. Der Herr hatte die Herzen der Spender berührt!

Bis heute sind über 200 qm in eine schmuckvolle Gebetsstätte verwandelt worden. Jetzt kommen Menschen aus ganz Deutschland, um dort zu beten und den Barmherzigen Jesus zu verehren.

Die Gedenk- und Gebetstätte zum Barmherzigen Jesus wird von dem Verein zur Förderung und Verbreitung des Barmherzigen Jesus und der Religion e. V. geführt. Mittlerweile konnte der Verein aufgrund großzügiger Spenden die gesamten Räumlichkeiten kaufen. Wahrlich ein Wunder! 

Die Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus konnte nur durch die Gnade des Himmels entstehen. Sie ist somit ein Projekt der Vorsehung Gottes, über das auch der emeritierte Erzbischof von Köln, seine Eminenz Joachim Kardinal Meisner bei seinem Besuch am 12. Oktober 2014 nur staunte. 

Der Vortrag von Hermann-Josef Müller war sehr gelungen und rührte die Besucher zu Tränen.

Am Nachmittag trat ich dann wie die anderen Teilnehmer nach einem sehr inspirierenden Einkehrtag den Heimweg an.

In der Gebetsstätte zum Barmherzigen Jesus in Düsseldorf



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